Dienstag, 30. Juni 2015

Wikileaks-Dokumente enthüllen US-Wirtschaftsspionage in Frankreich

Der US-Geheimdienst NSA hat Medienberichten zufolge massiv französische Unternehmen ausspioniert.

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Rund hundert französische Unternehmen, darunter alle im französischen Aktienindex CAC40 notierten Konzerne, seien ausgeforscht worden, berichtete die Zeitung „“Libération„ am Montagabend unter Berufung auf von der Enthüllungsplattform Wikileaks bereitgestellte US-Dokumente.

Die NSA interessierte sich den Wikileaks-Dokumenten zufolge insbesondere für “Projekte mit Verbindungen zur Telekommunikation, Elektrizität, Gas, Erdöl, Atomkraft und erneuerbare Energien„. Auch Umwelttechnologien und die Gesundheitsbranche seien ausgeforscht worden.

Die NSA hatte laut Wikileaks den Auftrag, alle Verhandlungen und Verträge französischer Firmen mit einem Umfang von mehr als 200 Millionen Dollar (179 Millionen Euro) auszuforschen. “Noch nie gab es einen solch klaren Beweis für massive Wirtschaftsspionage in Frankreich, die auf höchster Ebene des amerikanischen Staates organisiert wurde„, schrieb dazu “Libération„.

apa/afp

stol