Mittwoch, 07. Januar 2015

„Wir sind alle Charlie“ – Journalisten in Frankreich verurteilen Angriff

Nach dem Attentat gegen die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ haben die Journalistenvereinigungen von 15 großen Medien in Frankreich eine außergewöhnliche Solidaritätsbekundung veröffentlicht. Mehrere tausend Menschen nehmen an Solidaritätskundgebung teil.

Foto: © LaPresse

 „Wir sind alle Charlie“, erklärten die Journalisten unter anderem von „Le Monde“, Radio France und Agence France-Presse.

Sie verurteilten den „Terrorakt“ gegen die Satire-Zeitung, bei dem am Mittwoch zwölf Menschen getötet und acht teils lebensgefährlich verletzt worden waren. Die Journalisten brachten ihre „tiefe Trauer“ und „Wut“ zum Ausdruck. Die Angreifer hätten „die Freiheit und die Demokratie angegriffen“. Die Journalisten würden aber „unermüdlich“ die freie Meinungsäußerung verteidigen.

Bei dem Anschlag waren auch vier Zeichner der Satire-Zeitung getötet worden, die seit Jahren wegen ihrer Mohammed-Karikaturen von Islamisten angefeindet wird. Die schwer bewaffneten Angreifer hatten laut Zeugen unter anderem gerufen: „Wir haben den Propheten gerächt.“

Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen rief für den Abend zu einer Solidaritätskundgebung für „Charlie Hebdo“ in Paris auf. Mehrere tausend Menschen versammelten sich bereits am späten Nachmittag in der französischen Hauptstadt und in anderen französischen Städten, um der Opfer des Anschlags zu gedenken.

In der Menge am Platz der Republik in der französischen Hauptstadt hielten manche Schilder hoch mit der Aufschrift "Je suis Charlie" („Ich bin Charlie“), andere hatten Kerzen mitgebracht.

apa/afp

stol