Durch den vielen Regen war es den Bäuerinnen und Bauern im letzten Jahr fast nicht möglich, das Futter rechtzeitig in die Städel zu bringen. „Besonders in den Seitentälern war die Lage extrem schwierig“, resümierte Bauernbund-Bezirksobmann Konrad Obexer.Für 2015 hofft Obexer wieder auf eine „normale“ Witterung, denn für Spannung dürfte heuer ohnehin gesorgt sein.Erstmals werden nämlich die neuen Kriterien der EU-Agrarpolitik greifen, die bis 2020 gelten und einige Veränderungen bringen werden. So soll die Landwirtschaft noch ökologischer ausgerichtet werden.Vor allem kleine Betriebe werden stärker unterstützt und die Ungleichheiten bei den Flächenbezügen mit anderen Regionen zum Teil ausgeglichen werden.Neu ausgerichtet wurde auch die Landesförderung. „Die Überarbeitung war nötig, um mit den vorhandenen Mitteln im Landeshaushalt einerseits Rückstände abzubauen und andererseits aktuelle Investitionen weiter unterstützen zu können“, erklärte Landesrat Arnold Schuler auf der Bezirksversammlung.Zukünftig werden extreme Bergbauern mehr gefördert. Auch für Jungbauern und Biobetriebe sind spezielle Hilfen vorgesehen. Die Forschung im Bereich Berglandwirtschaft wird ausgebaut.Mit einiger Spannung warten die Milchbauern auf das Ende der Milchquoten am 31. März 2015. „Unsere Milchhöfe sind gut aufgestellt, weil sie frühzeitig auf die Weiterverarbeitung gesetzt haben. Ich hoffe daher, dass die Preise einigermaßen stabil bleiben“, sagte Obexer.Ein Schwerpunkt wird im heurigen Jahr die Gemeinderatswahl sein. „Viele Entscheidungen der Gemeinde betreffen die Bauern direkt. Daher ist es wichtig, wenn in den Gemeinderäten auch die bäuerliche Anliegen gehört werden“, sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.