Mittwoch, 25. Oktober 2017

Wo das Holz die Musik macht

Einen vorsichtigen Akkord in der seltenen Nische des Gitarrenbaus setzten vor 8 Jahren die beiden Weggefährten Thomas Orgler und Klaus Eilken. Ihr Wagnis wurde belohnt, heute fertigen sie edle Unikate für Freunde des filigranen Fingerpickings.

Hochkonzentriert: Thomas Orgler bei der Präzisionsarbeit. - Foto: Armin Huber
Badge Local
Hochkonzentriert: Thomas Orgler bei der Präzisionsarbeit. - Foto: Armin Huber

Markige Stromgitarrenriffs oder exzessive Soli mögen ihre beste Zeit bereits hinter sich haben, dennoch sind Gitarren nach wie vor gefragt. Auf die handwerkliche Fertigung spezialisiert haben sich der nunmehr in Bruneck ansässige Thomas Orgler (35) und der aus München zugewanderte Klaus Eilken (37). In einer unscheinbaren Bozner Werkstatt haben die beiden Experten ihr Handwerk sukzessive verfeinert.

Das Feintuning der Unikate

Mehr als 100 präzise aufeinander abgestimmte Schritte sind für die Konstruktion einer Gitarre nötig, die Millimeter-Tüftelei umfasst die richtige Auswahl des Holzes, die exakte Abstimmung der Hauptkomponenten Boden, Decke und Hohlraum sowie das Spiel der Kräfteverhältnisse mit den Saiten.

Allein die unendlich vielen Werkzeuge, Feilen, Zwingen, Sägen, Hobel, Schrauben lassen in der Werkstatt der beiden Südtiroler Gitarrenbauer eine märchenhaft anmutende Welt zum Vorschein kommen.

Zwischen 120 und 150 Stunden Handarbeit sind für die Zusammensetzung ihrer Modelle nötig, wobei ihr Stilmerkmal der erhöhte Steg ist. Die ästhetische Note bekommen die Instrumente durch kunstvolle Intarsien, formvollendete Rundungen und elegante Farbkombinationen.

„Mich fasziniert die klangliche Präzision, die sich mit geduldiger Handarbeit erzielen lässt“, erklärt Klaus im Gespräch mit dem Tagblatt „Dolomiten“.

az

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol