Montag, 26. Juni 2017

Wohn- und Mietgeld im Burggrafenamt: Nicht-EU-Familien bekamen mehr als 7.000 Euro ausbezahlt

Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt zahlte im Jahr 2016 8,72 Millionen Euro an Wohn- und Mietgeld aus. Etwas weniger als die Hälfte dieser Summe, nämlich 4,16 Millionen Euro ging an Ausländer, die derzeit in Süd-Tirol ihren Wohnsitz haben. Eine Nicht-EU-Familie wurde im vergangenen Jahr sogar mit mehr als 7.000 Euro an Wohn- und Mietgeld bezuschusst. Pro Ausländerfamilie werden durchschnittlich 3.800 Euro ausbezahlt, während Süd-Tiroler Familien 2.600 Euro bekamen. Damit wird Ausländern rund ein 1/3 mehr an Wohn- und Mietgeld als Süd-Tiroler Antragstellern gezahlt.

Christoph Mitterhofer, Dietmar Weithaler und Myriam Atz Tammerle
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Christoph Mitterhofer, Dietmar Weithaler und Myriam Atz Tammerle

Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt zahlte im Jahr 2016 8,72 Millionen Euro an Wohn- und Mietgeld aus. Etwas weniger als die Hälfte dieser Summe, nämlich 4,16 Millionen Euro ging an Ausländer, die derzeit in Süd-Tirol ihren Wohnsitz haben. Eine Nicht-EU-Familie wurde im vergangenen Jahr sogar mit mehr als 7.000 Euro an Wohn- und Mietgeld bezuschusst. Pro Ausländerfamilie werden durchschnittlich 3.800 Euro ausbezahlt, während Süd-Tiroler Familien 2.600 Euro bekamen. Damit wird an Ausländer rund ein 1/3 mehr an Wohn- und Mietgeld als an Süd-Tiroler Antragsteller gezahlt.
Die Daten wurden dem Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Dietmar Weithaler, auf eine entsprechende Anfrage an die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ausgehändigt und heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Meran vorgestellt.
Aus den Daten geht auch hervor, dass das Wohn- und Mietgeld im Vergleich zum Vorjahr (2015) um 400.000 Euro angestiegen ist, obwohl die Anzahl der Gesuchsteller mit 2.870 bzw. 2873 Personen unverändert ist. Während die Anzahl der Süd-Tiroler Antragsteller leicht (40 Personen) gesunken ist, ist die Anzahl der ausländischen Gesuchsteller um 43 Personen anstiegen. Zahlenmäßig profitieren im Burggrafenamt rund 1.800 Süd-Tiroler vom Wohngeld, während es bei den Ausländern "nur" rund 1.100 Betreute sind. Der Ausländeranteil im Bezirk Burggrafenamt beträgt 9,7%.
Die Antragsteller des Wohn- und Mietgeldes kommen aus 62 Nationen, darunter 9 Staaten in Lateinamerika, 10 asiatische Staaten, 10  Balkan-Staaten, 11 ehemalige Ostblockstaaten und 15 Afrikanische Staaten. Die größte Gruppe 2016 waren Albaner mit 169 Betreuten, Marokkaner mit 103, Kosovaren mit 98, Mazedonier mit 92 und Pakistani mit 60 Betreuten.Fünf Länder stellen mit 522 Personen von 1.091 Ausländer knapp die Hälfte aller Antragsteller. Ähnlich ist es bei der Summe der Beiträge: Von 4.167.003,92 Beitragssumme erhalten Mneschen dieser 5 Staaten 2.099.002,40 Euro. Insgesamt haben acht Personen um 7.000 Euro Beiträge (alleine für Wohn- und Mietgeld) erhalten. (Zusätzliche und sonstige Unterstützungen nicht berücksichtigt).
Gutscheine statt Geld
Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich dafür aus, zukünftig einen Teil der Sozialhilfe in Form von Einkaufs-Gutscheinen auszubezahlen, damit diese Gelder zweckgebunden wieder der heimischen Wirtschaft zugute kommen.

 

Dietmar Weithaler

Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit

 

Christoph Mitterhofer

Gemeinderat in Meran
 

Myriam Atz Tammerle

Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol