Es muss nicht die große Renovierung sein, denn auch kleine Akzente haben meist große Wirkung. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />„Alles was uns umgibt, beeinflusst unser Leben. Wesentliche Bedeutung hat dabei das Zuhause. Denn dieses ist das Spiegelbild der Seele“, schreibt „Wohnatelier Meran“ auf seiner Homepage. Und auch Johann Wolfgang von Goethe wusste bereits: „Zeige mir wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist.“ <BR /><BR />Doch wie können die eigenen Wände so gestaltet werden, dass sie schön, gemütlich und praktisch zugleich sind? Sabine Kofler und Tania Pircher von „Wohnatelier Meran“ wissen, dass es nicht immer eine komplette Renovierung braucht, um eine Wohnung aufzuwerten. Auch mit kleinen Akzenten lässt sich eine große Wirkung erzielen. <BR /><BR /><b>Das große Ganze im Auge behalten</b><BR /><BR />Wer seine Wohnung aufwerten will, sollte immer das große Ganze im Auge behalten. „Es ist wichtig, die Wohnung als einen gesamten Körper zu sehen und eine Beziehung zwischen den Räumen aufzubauen“, erklärt Sabine Kofler. Kollegin Tania Pircher fügt hinzu: „Die Basis des Ganzen sollte dabei neutral, natürlich und behaglich sein.“ <BR /><BR />Klingt einfach, kann sich in der Umsetzung aber oft als sehr schwierig erweisen. Denn wer kennt das nicht? Man geht in ein Einrichtungshaus, füllt seinen Einkaufswagen mit wunderschönen Dekorationsartikeln und Möbeln, um Zuhause enttäuscht festzustellen, dass die ausgesuchten Sachen einzeln zwar schön sind, in Kombination aber gar nicht zusammenpassen. <BR /><BR />Expertin Sabine Kofler rät hier: „Nicht alles was angeboten wird und gefällt muss in eine einzige Wohnung gestopft werden.“ Sie empfiehlt jedem, vorher sich ein Konzept festzulegen und die Wohnung nach diesem einzurichten beziehungsweise zu dekorieren. Bevor etwas gekauft wird, sollte sich jeder Amateur-Designer also die Frage stellen: „Mit welchem Artikel habe ich ein gutes Bauchgefühl?“<BR /><BR /><b>Der beste Trick</b><BR /><BR />Für einen gehobeneren „Look“ müssen aber nicht unbedingt neue Einrichtungsgegenstände her. Oft ist der beste Trick, überflüssige Gegenstände auszusortieren. „Weniger ist oft mehr – und ist auch pflegeleichter“, erklärt Tania Pircher. „Ein Trick, um sich von Dingen zu trennen ist, die Gegenstände in die Hand zu nehmen und zu überdenken: Liebe ich dich? Brauch ich dich? Oder kannst du weg?“ <BR /><BR />„Es ist wichtig, Bereiche zu schaffen für Deko und Fotos. Die restliche Wohnung sollte locker und frei gestaltet werden. Dabei sollten die Dekoration und die Bilder in Gruppen präsentiert werden. Man sollte sie nicht überall einzeln in der Wohnung verteilen“, erklärt die Expertin. <BR />Außerdem empfiehlt es sich, in den eigenen vier Wänden einige „Blickfänge mit trendigen Stücken oder den eigenen Lieblingsstücken zu gestalten.“ So wird der Wohnung eine persönliche Note verliehen. <BR /><BR />Ein weiterer Tipp, der mit wenig Geld einen großen Effekt auf das Raumklima hat, ist Farbe. „Haben Sie Mut zur Farbe – Aber mit einem Konzept!“, fordert Tania Pircher auf. Auch hier sollte im gesamten Haus oder in der Wohnung eine neutrale Basis geschaffen werden. „Wichtig: Die Decken sollen immer mitgestrichen werden. Das lässt die Räume großzügiger wirken.“ Der Tipp der Expertinnen: „leichtes Hellgrau oder Schlammfarben wirken für Wohnungen besonders angenehm.“ Allerdings dürfen auch gerne bunte Farbakzente gesetzt werden. <BR /><BR /><b>Effekte mit Farben</b><BR /><BR />Dunkle Farben vermitteln beispielsweise ein angenehmes Gefühl des Wohlbefindens. „Edle Restaurants machen es vor. Zurzeit sind schwarz, dunkelblau und dunkelgrün sehr im Trend“, weiß Sabine Kofler. „Der Trick dabei ist, die kräftigen oder dunklen Töne mit Highlights aufzufrischen, wie zum Beispiel einem hellen Bilderrahmen oder einem Beleuchtungskörper.“<BR /><BR />Die Goldenen 20er sind zwar schon lange vorbei, doch ein bisschen Gold kann in der eigenen Wohnung dennoch nie schaden. „Heutzutage liebt man das Edle, will aber trotzdem bodenständig sein. Matte Goldoberflächen sind deshalb top-modern“, weiß Pircher. „Ob Vasen, Leuchten, Beistelltische, Tapeten. Die Farbe Gold macht einen jeden Raum zum Hingucker – und das nicht nur während der Weihnachtszeit.“<BR /><BR /><b>Comeback der Tapeten</b><BR /><BR />„Tapeten erleben zurzeit auch ein Revival“, so Tania Pircher. Diese können auf einfache und günstige Art und Weise neue Frische in die eigenen vier Wände bringen. „Es gibt sie in verschiedenen Materialien: Textil, Papier, Vinyl – das sehr praktisch ist, da es sich abwischen lässt.“ Und auch die Auswahl an Motiven und Farben scheint endlos. Hier ist es wichtig, sich das ästhetische Konzept der Wohnung wieder ins Gedächtnis zu rufen und sich zu fragen: In welchem Stil möchte ich meine Wohnung gestalten? Welche Tapete passt zu diesem am besten?<BR /><BR />Beim Setzen von Highlights durch Wandtapeten oder Ähnlichem, wissen die Expertinnen: „Oft werden Wände hinter dem Bett oder Sofa gestaltet, aber man kann das Spiel auch umdrehen und jene Wand herausheben, welche man von der Sitz- oder Liegeposition aus sieht.“ <BR /><BR />Abschließend fügt Tania Pircher noch hinzu: „Mit Licht, Farbe, Deko und Textilien kann jede Wohnung aufgehübscht werden.“ Und dafür braucht es nicht unbedingt einen großen Geldbeutel. Es reicht ein passendes Konzept und die Freude am Machen. <BR /><BR />