<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Warnzeichen für Zahnprobleme bei Katzen sind Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, vermehrtes Sabbern, bräunliche Verfärbungen sowie feste Beläge auf den Zähnen. Auch das plötzliche Verweigern von Trockenfutter kann auf Schmerzen hindeuten. In all diesen Fällen sollte man nicht zögern und den Tierarzt aufsuchen. Hartnäckiger Zahnstein wird professionell unter Narkose entfernt und bei Bedarf müssen betroffene Zähne gezogen werden. <BR /><BR />Um Zahnproblemen vorzubeugen, sollten regelmäßige Routineuntersuchungen beim Tierarzt eingeplant werden, besonders bei Wohnungskatzen. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Neben Nassfutter sollte auch Trockenfutter angeboten werden. Die harten Kroketten reiben Plaque ab und massieren das Zahnfleisch. Es gibt zudem spezielle Dental-Snacks oder -Trockenfutter. Milch hingegen besser ganz meiden – sie fördert Zahnstein und kann Entzündungen begünstigen.<BR /><BR />Auch bei Katzen wird Zähneputzen von Tierärzten dringend empfohlen – ja, richtig gelesen. Reine Wohnungskatzen, die mit herkömmlichem Futter aus dem Handel gefüttert werden, sollten am besten als Kitten in kleinen Schritten daran gewöhnt werden: Zunächst beim Streicheln kurz die Lippen berühren, dann sanft die Lippen anheben und das Zahnfleisch mit dem Finger massieren. Sobald Widerstand aufkommt, sofort abbrechen und später erneut versuchen. <BR /><BR />Im nächsten Schritt wird etwas Katzenzahnpasta auf dem Finger verwendet; klappt das gut, folgt ein weiches Bürstchen oder ein Fingerling. Was ungewöhnlich klingt, genießen einige Katzen nach ein paar Wiederholungen sogar, und die Beißer bleiben lange gesund.<h3> Wichtiges auf einen Blick</h3><b>1. Regelmäßige Checks beim Tierarzt einplanen: </b>Tierärztliche Kontrolle mindestens einmal im Jahr, bei Seniorenkatzen oder Problemen halbjährlich. <BR /><BR /><b>2. Frühe Warnzeichen bei Zahnproblemen:</b> Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, Sabbern (eventuell mit Blut), einseitiges Kauen, weniger Fellpflege, Pfote ans Maul, Gewichtsverlust.<BR /><BR /><b>3. Beim Zähneputzen nur Katzenzahnpasta verwenden:</b> Menschenzahnpasta (zum Beispiel mit Xylit oder Fluorid) ist tabu. Dann täglich oder drei- bis viermal pro Woche die Zähne der Katzen putzen. Darauf achten, nicht am Zahnstein zu „kratzen“.<BR /><BR /><b>4. Dentalfutter/-Snacks anbieten:</b> Darauf achten, dass diese frei von Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen sind. Sehr harte Kauartikel und Knochen meiden (Frakturrisiko).<BR /><BR /><b>5. Spielzeugauswahl:</b> Keine abrasiven Tennisbälle oder extrem harte Materialien; lieber weiche, katzengerechte Kau- und Leckspielzeuge.