„Natürlich ist es auch der Name der Blume. Aber eben auch die Bitte: Vergiss mich nicht“, erklärt Barbara Zanetti. „Auch wenn die Erinnerung verblasst, gibt es Menschen, die ein Stück gemeinsamer Geschichte weitertragen.“ Genau um diese Verbundenheit geht es der Kalterer Sängerin und Songwriterin. Der Hintergrund des Liedes ist persönlich: „Meine eigene Familie war von Alzheimer betroffen.“<h3> Kommunikation ohne Worte</h3>Seit zwei Jahren beschäftigt sich Zanetti noch intensiver mit dem Thema und absolviert eine Ausbildung zur Professional Counsellor an der Akademie für psychosoziale Lebensberatung in Nals. In ihren Praktika erlebte sie hautnah, wie Kommunikation auch ohne Worte funktionieren kann. Musik bekam dabei eine völlig neue Bedeutung: „Musik als Werkzeug, Beziehung aufzubauen und vor allem auch diese Nähe zu spüren und aufleben zu lassen.“<BR /><BR />„Vergissmeinnicht“ soll deshalb kein Lied über eine Diagnose sein: „Ich würde mir wünschen, dass der Blick sich ein bisschen verändert. Dass man mehr hin zu den Menschen geht – und nicht hin zur Krankheit.“ Auch Angehörige hat Zanetti im Blick: „Mit dem Lied möchte ich Mut und Zuversicht schenken.“<h3> Ruhiger Sound und eine Live-Premiere</h3>Musikalisch ist „Vergissmeinnicht“ ein ruhiger, sehr eingängiger Song. Zanettis Stimme steht im Mittelpunkt. Produziert wurde das Stück von Chris Kaufmann (Gitarre); am Saxofon ist Martin Resch alias Sax Martl zu hören.<BR /><BR />Erstmals live präsentiert wird das Lied am Freitag, 18. September, im Rahmen einer Veranstaltung der Alzheimervereinigung Südtirol in der Gärtnerei Schullian in Bozen.<h3> Zanetti muss nicht mehr cool sein</h3>Seit mehr als 30 Jahren ist Zanetti als Musikerin unterwegs. Heute aber schreibt Zanetti anders als früher: „Zu Beginn war es für mich sehr wichtig, dass es cool ist, modern klingt und radiotauglich ist.“ Inzwischen zählt für sie vor allem die Geschichte hinter einem Lied.<BR />Freitag ist „Backstage“-Tag<BR /><BR />Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ neue Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.