Montag, 4. April 2022

zebra.Straßenlesung: „Böse Worte“ zum Aufhängen

Das Team der Straßenzeitung zebra. präsentierte am Wochenende das neue zebra.Büchlein „Böse Worte“ mit Kolumnen von Robert Asam in Meran.

Stefan Frötscher, Meraner Sozialstadtrat, Robert Asam, zebra.Kolumnist, Ionel Cirpaci, zebra.Verkäufer, Lisa Frei, zebra.Redaktionsleiterin, Daniela Halbwiedl, zebra.Freiwillige, Patrizia Insam, zebra.Sozialarbeiterin, Niklas Klinge, zebra.Praktikant bei der Vorstellung des neuen zebra.Büchlein „Böse Worte“. - Foto: © Anna Mayr

Frech, witzig, bitterböse: Bei strömenden Regen präsentierte das zebra.Team am Wochenende in Meran ein originelles Büchlein: „Böse Worte“ steht fett auf dem Umschlag, dahinter finden sich 24 ausgewählte Kolumnen des bekannten Meraner Journalisten Robert Asam und 24 witzige zebra.Illustrationen im Türhänger-Format. Das zebra.Team möchte den Straßenverkäufern mit dem Sonderprodukt besonders jetzt eine zusätzliche Unterstützung bieten.

Lisa Frei, zebra.Redaktionsleiterin, betont: „Die Menschen im Projekt haben derzeit heftig mit den steigenden Wohnungs- und Lebenserhaltungskosten zu kämpfen. Mit dem neuen Büchlein möchten wir sie zusätzlich zu den regelmäßigen Zeitungsausgaben unterstützen und unserer Leserschaft ein Augenzwinkern abgewinnen.“

Das Leben vieler zebra.Verkäufer spielt sich zwischen Tür und Angel ab. Bei jeder Witterung stehen sie auf Südtirols Straßen und versuchen sich so würdevoll wie möglich ein kleines Einkommen zu schaffen. Viele von ihnen haben keine eigene Wohnung, kaum jemand einen fixen Nebenjob. Einer von ihnen ist Ionel Cirpaci, der vor allem in Meran und in Schenna seine Stammkundschaft hat.

Sozialstadtrat Stefan Frötscher zollte ihm und der Herausgeberin OEW-Organisation für Eine solidarische Welt bei der Präsentation in Meran Respekt: „Dank der zebra.Verkäufer hat der Straßenverkauf ein Niveau erreicht. Kompliment an alle Verkäufer, die seit Jahren mit Hingabe die Zeitung verkaufen, ohne aufdringlich zu sein. Ich kenne Leute, die oft 2 Zeitungen kaufen, weil sie wissen, wie wichtig das Projekt ist.“

zebra.Kolumnist Robert Asam, der bei der Präsentation in der Wandelhalle in Meran einige seiner Texte aus dem neuen Büchlein vorlas, zeigte sich erfreut. „Die Zusammenarbeit mit der zebra.Redaktion ist immer sehr erfrischend. Ich habe mit Spannung auf das neue Produkt gewartet und freue mich, etwas zur Unterstützung der Verkäufer*innen beitragen zu können.“

„Böse Worte“ nennt sich die Glosse, mit der Robert Asam seit mittlerweile sechs Jahren und damit schon 60 Ausgaben lang ehrenamtlich das Projekt Straßenzeitung zebra. begleitet. Mit seinen ironischen, manchmal bitterbösen, immer herrlich zweideutigen Einschätzungen zur Lage der Welt, dem aktuellen Politgeschehen im Land, neuen Phänomenen und außergewöhnlichen Ereignissen trägt er jeden Monat zur Vielfalt und zur allgemeinen Erheiterung in der oft mit schwierigen Themen gefüllten zebra. bei.

Mit dem neuen zebra.Büchlein, das seit dem 1. April bei den Verkäufern der Straßenzeitung zu erhalten ist, greift die Redaktion einige seiner Beiträge auf und bringen sie in einer originellen Doppelfunktion noch einmal unter die zebra.Leserschaft: In ihrer Zusatzfunktion als Türhänger sollen die Texte und Bilder die Kommunikation unter den Menschen anregen und sind dazu vielfach anwendbar: zum Ausdruck von Protest an diversen Bürotüren, zur Überbringung romantischer Botschaften am Badezimmerschrank, zum Ansporn an Schultaschen und Autotüren oder zur eindeutigen Ansage im Treppenhaus.

Die „bösen Worte“ können ab jetzt für 7 Euro bei den Verkäufern der Straßenzeitung erstanden werden. Wie immer fließt die Hälfte des Preises in die Produktion, die andere Hälfte bleib den Verkäufern.

stol

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hans gruber
4. April 2022 12:39
Ich würde diese Leute oder Langzeitarbeitslose dazu motivieren sich für ein protuktives Berufsleben zu schulen und sich so einzugliedern daß allerseits ein Menschenwürdiges ausgewogenes Arbeits und soziales Verhältnis über Generationen einklang findet. Bei Interesse gibt,s das Zebra wohl auch am Kiosk....