Diesmal gibt's hier zehn interessante und teilweise kuriose Fakten über diese Nagetiere.<BR /><BR /><b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Meerschweinchen sind soziale Tiere, die einige Überraschungen bereithalten.<h3> 1</h3>Meerschweinchen werden durchschnittlich sechs bis acht Jahre alt. Rekordhalter ist Snowball – das mit stolzen 14 Jahren und zehn Monaten bis heute als ältestes Meerschweinchen der Welt gilt.<h3> 2</h3>Sind Meerschweinchen glücklich, kann man sie sehr wahrscheinlich einmal beim „Popcornen“ beobachten. Wie Maiskörner in einer heißen Pfanne springen die Tiere dann mit allen vier Beinen in der Luft herum und drehen sich dabei oftmals blitzartig in die andere Richtung. Voraussetzung fürs Popcorning sind ausreichend Platz und Artgenossen – am bewährtesten sind reine Weibchengruppen mit einem Bock. <h3> 3</h3>Meerschweinchen kümmern sich um kranke und sterbende Tiere. Sie pflegen ihre Artgenossen und kuscheln sich dabei häufig eng an sie. Wenn ein Tier im Sterben liegt, wird es nicht alleine gelassen, sondern abwechselnd betreut. Bis über den Tod hinaus würden sie bei ihren Freunden bleiben und ihnen nicht von der Seite weichen.<h3> 4</h3>Streicheleinheiten mögen Meerschweinchen nicht. Zwar bleiben die Nager dabei häufig regungslos und scheinen den Körperkontakt vermeintlich zu genießen, allerdings ist das ein Irrtum von uns Menschen. Sie fühlen sich dabei nämlich nicht wohl, sondern fallen in eine Art Schockstarre. Wer diese sensiblen und schreckhaften Fluchttiere für seine Kinder anschaffen möchte, sollte sich dessen bewusst sein und ihnen klarmachen, dass sie nicht gestreichelt, sondern nur beobachtet werden sollen. Heben Meerschweinchen ihre Schnauze, deutet das ebenso darauf hin, dass sie menschliche Zuneigung abwehren möchten. Hochgenommen werden sollten sie ausschließlich, wenn es aus medizinischen Gründen erforderlich ist und sich nicht vermeiden lässt.<h3> 5</h3>Am 16. Juli wird der internationale Meerschweinchen-Tag gefeiert. Er wurde 2016 in Kanada ins Leben gerufen und hat sich seitdem weltweit eingebürgert. Der Tag dient dazu, auf die Bedürfnisse dieser Haustiere hinzuweisen. <h3> 6</h3>Meerschweinchen fressen ihren Kot – zumindest einen Teil davon. Sie scheiden zwei Formen von Kot aus: kleine Böhnchen (normaler, fester Kot) und den Blinddarmkot (weicher und heller). Letzterer ist voller guter Bakterien sowie Vitamine B und K, die zu einem gesunden Stoffwechsel beitragen. Das Kotfressen, mit dem die Tiere Erkrankungen des Verdauungstraktes vorbeugen, nennt man Caecotrophie.<h3> 7</h3>Die meisten Tierarten können selbst Vitamin C produzieren. Nicht aber die Meerschweinchen. Sie müssen dieses wertvolle Vitamin so wie wir Menschen über die Nahrung aufnehmen – durch ausreichend frisches Obst und Gemüse.<h3> 8</h3>Meerschweinchen hören besser als wir Menschen. Zum Vergleich: Wir nehmen Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hertz wahr, die Nagetiere Frequenzen bis zu 46.000 Hertz. Laute Musik oder Lärm sollte man im Gehege bzw. im Haus, falls die Tiere dort gehalten werden, möglichst vermeiden.<h3> 9</h3>Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt können Meerschweinchenbabys bereits feste Nahrung zu sich nehmen. Sie haben ein ausgebildetes Gebiss – ihre Milchzähne verlieren sie erstaunlicherweise bereits noch vor der Geburt im Mutterleib.<h3> 10</h3>Meerschweinchen sieht man selten mit geschlossenen Augen ganz entspannt im Gehege liegen. Grund dafür ist, dass sie als Fluchttiere auch in der Ruhephase immer in Alarmbereitschaft sind.