Sonntag, 22. November 2015

Zeitung: „Geplanter Terrorangriff“ in Hannover kurzfristig vereitelt

Ein „minutiös geplanter Terrorangriff“ auf das Fußball-Länderspiel am vergangenen Dienstag in Hannover ist nach Zeitungsinformationen nur kurzfristig durch die Absage des Spiels gescheitert. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Die Gruppe, die den Anschlag demnach plante, könne immer noch zuschlagen. Dem gegenüber steht ein Bericht des ZDF, wonach es keine Hinweise auf eine Terrorzelle gebe.

Sprengstoff wurde in Hannover bislang keiner gefunden. Dennoch sei die Bedrohung eines Terroranschlages nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" immer noch akut.
Sprengstoff wurde in Hannover bislang keiner gefunden. Dennoch sei die Bedrohung eines Terroranschlages nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" immer noch akut. - Foto: © APA/EPA

Der französische Geheimdienst habe dem deutschen Verfassungsschutz mitgeteilt, dass eine Terroristengruppe fünf Bomben zünden wolle – drei davon im Stadion, eine an einer Bushaltestelle und eine an einem Bahnhof, berichtete die FAS.

Namen der vermeintlichen Terroristen bekannt

Es seien auch Namen von Terroristen mitgeteilt worden. Den Sicherheitsbehörden seien diese bisher nicht bekanntgewesen. Um diese Personen zu finden, würden nun sogenannte Gefährder beobachtet.

Seit Donnerstag ermittelt der Generalbundesanwalt nach der Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland-Niederlande. In Hannover wurde bislang kein Sprengstoff gefunden – laut „FAS“-Bericht möglicherweise wegen der rechtzeitigen Spielabsage, aufgrund derer die Gruppe ihre Anschläge verschoben habe.

ZDF: Informationen in den meisten Fällen nicht belastbar 

Das ZDF hingegen erfuhr, ebenfalls aus Sicherheitskreisen, dass es keine konkreten Hinweise über eine Terrorzelle in Hannover gebe. Es sei so, dass täglich Informationen zwischen den verschiedenen Geheimdiensten ausgetauscht würden.

In den meisten Fällen hätten sich diese jedoch als nicht belastbar herausgestellt. "Seit Paris schauen wir nochmal mit anderen Augen auf diese Warnungen",  sagte ein Ermittler gegenüber dem ZDF (Hier finden Sie den ganzen ZDF-Bericht).

dpa/stol

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