Bis dahin gibt es eine finanzielle Entschädigung für Zugpendler, ein Zuckerl, das zumindest für ein Frühstück im Monat reicht.<BR /><BR />Hauptschuldiger an der Misere ist der Fernverkehr auf der Brennerstrecke. Damit sich Verspätungen nicht durchziehen, so sagt Vallazza, ist es sinnvoll, Linien zu brechen. „Wir wollen künftig mit unseren Zügen nicht mehr bis Rovereto, sondern nur mehr bis Trient fahren. In unsere Zuständigkeit fällt auch nur diese Strecke“, erklärt Vallazza.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268574_image" /></div> <BR /><BR />Ab Trient wären dann die Trentiner zuständig und müssten selber für Zugverbindungen in den Süden sorgen. Ausnahme könnten Verbindungen zu den Stoßzeiten bilden, die man für Schüler garantieren wolle. Im September sind die Ausschreibungen fällig, „bis dahin möchten wir das Thema mit den Trentinern geklärt haben“, kündigt der Ressortdirektor an. Von den Verspätungen betroffen ist derzeit auch (noch) die Meraner Linie, auf der sich wegen ihrer Eingleisigkeit die Probleme noch verschärfen. <BR /><BR />„Mit dem Bau des Virgltunnels und dem zweigleisigen Ausbau der Strecke sollte es besser werden“, sagt Vallazza dazu. <BR /><BR />Im Trentino bekommen Pendler für jeden Monat, in dem auf der Brennerstrecke über 2,5 Prozent der Züge unpünktlich sind, zehn Euro rückerstattet. In den vergangenen 20 Monaten war dies ohne Unterbrechung der Fall. <BR /><BR />Landeshauptmann Maurizio Fugatti ist „not amused“ und hat vorgestern der RFI einen Beschwerdebrief geschickt. „Kann man machen“, sagt Ressortchef Vallazza, „aber wir setzen eher auf konkrete lokale Lösungen für zuverlässigere Züge“. <BR /><BR /><b>Wer Anspruch auf Entschädigung hat</b><BR /><BR />Eine kleine Entschädigung gibt es für Zugverspätungen auch für Südtiroler: Pendler bekommen für die Zugverspätungen im Regionalverkehr einen „Pendlerbonus“ ausbezahlt. <BR /><BR />Der Bonus gilt für jene Monate, in denen mindestens 30 Zugfahrten mit dem Südtirolmobil-Pass flex oder flex family zurückgelegt wurden. Der Betrag wird automatisch entweder zum Restguthaben dazugerechnet (bei Prepaid-Karten) oder von der nächsten Südtirol-Pass-Rechnung als Gutschrift abgezogen. Der maximal ausbezahlte Betrag beläuft sich auf 65 Euro. Ab April erfolgt die Auszahlung für 2023