Donnerstag, 28. Januar 2016

Zukunft braucht Erinnerung

Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocausts.

History Line
Badge Local
History Line

Mit Projekten wie „Promemoria_Auschwitz: die Reise der Erinnerung – Il viaggio della memoria „und „History Line“ möchte die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste und die Kooperationspartner Deina Trentino Alto Adige und Arciragazzi gemeinsam ein Zeichen wider des Vergessens setzen. Die TeilnehmerInnen von Promemoria Auschwitz begeben sich am 4. Februar auf diese besondere Reise. Das Sensibilisierungsprojekt „History Line“ ist offen für alle und macht die Stadt Bozen am 30. und 31. Januar zum öffentlichen Erinnerungsraum.

Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocausts. Das Datum des 27. Januar ist ein besonderer Anlass, dass sich die Welt an den Schrecken des Holocausts erinnert, aber sich auch der Tatsache stellt, dass der Antisemitismus bis heute existiert und dass Intoleranz und das Schüren von Hass keinen Platz haben.

Ein Zitat von Primo Levi besagt: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ Wie können wir dem Vergessen entgegenwirken? Wie können wir zusammen ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung setzen und versuchen Mauern im Kopf niederzureißen? Welche Rolle spielen dabei junge Menschen?, so Verena Hafner von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD). Die AGJD möchte mit Projekten wie Promemoria_Auschwitz und der History Line ein Zeichen gegen das Vergessen setzen – auch über den 27. Januar hinaus. Beide Projekte werden von der AGJD gemeinsam mit Deina Trentino Alto Adige und Arciragazzi organisiert, und ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und das Bewusstsein für das Hier und das Heute schärfen, aber auch das Gerechtigkeitsgefühl und die persönliche Verantwortung stärken - Eigenschaften, die auch heute nötig scheinen, um Rassismus und Intoleranz in ihre Schranken zu weisen.

Promemoria_Auschwitz – die Reise der Erinnerung – il viaggio della memoria:

Am 4. Februar werden sich wieder Jugendliche aus Südtirol, aus dem Trentino und heuer erstmals aus Nordtirol gemeinsam mit Jugendlichen aus dem restlichen Italiens aufmachen und u.a. die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das ehemalige jüdische Ghetto und das Museum von Schindler in Krakau besichtigen. Auf diese Reise werden die jungen Menschen in verschiedenen Treffen vorbereitet und auch nach deren Rückkehr werden gemeinsam Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht, und über die Bedeutung des Erlebten im hier und heute gesprochen – denn Zukunft braucht Erinnerung.

History Line

Die „History Line“ macht am 30. und 31. Januar 2016 die Stadt Bozen zum öffentlichen Erinnerungsraum. 90 Minuten dauerte die Reise in die Vergangenheit: vom Aufkommen des Faschismus bis hin zum Abkommen Gruber-De-Gasperi.

Beim Besteigen des Stadtbusses beginnt die Reise in die Vergangenheit, eine Reise in die Erinnerungslandschaft der Stadt Bozen und Südtirol, eine Reise auf der uns das Sagapò Teatro begleitet. Die „History Line“ ist ein Sensibilisierungsprojekt und schließt an das Projekt „Promemoria_Auschwitz. Die Reise der Erinnerung“ an. Bei beiden handelt es sich um Gemeinschaftsprojekte der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Arci Ragazzi, Deina Trentino Alto Adige und Sagapò Theater.

Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Bozen

stol