EINWANDERUNGLe Pen vertritt eine klare Anti-Islam-Politik. Die Rechtspopulistin will die Einwanderung drastisch einschränken und die Bedingungen des Asylrechts einschränken. Wer illegal nach Frankreich kommt, soll keine Chance auf Legalisierung und Staatsbürgerschaft haben.Macron hält die Aufnahme von Flüchtlingen für eine moralische Pflicht, er will aber Asylverfahren beschleunigen. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden. Migranten ohne Bleiberecht sollen zügig abgeschoben werden. Macron will zudem lokale Integrationsprogramme schaffen.EUROPALe Pen fordert ein Referendum über einen Austritt Frankreichs aus der EU. Sie soll ein lockerer Staatenbund werden, in dem nationales Recht Vorrang hat. Frankreichs Nettobeitrag zum EU-Haushalt soll gleich null sein. Um die nationale Sicherheit zu gewährleisten, soll das Schengen-Abkommen ausgesetzt werden und Frankreich seine Grenzen kontrollieren.Macron ist eindeutig pro-europäisch eingestellt. Er wirbt für ein Budget der Euro-Zone in Höhe von mehreren 100 Milliarden Euro. Es soll von einem Parlament der Euro-Zone kontrolliert und unter anderem im Kampf gegen Terrorismus eingesetzt werden. Die Eurozone soll einen eigenen Haushalt, ein Parlament und einen Finanzminister bekommen. Auch er will Frontex stärken.SICHERHEITLe Pen: Ausweisung von ausländischen Straftätern und Menschen, die von Behörden als islamistische Gefährder eingestuft werden. Sie plant die Einstellung von 15.000 Polizisten und 40.000 neue Gefängnisplätze.Macron: Er will 10.000 neue Polizisten einstellen und 15.000 Gefängnisplätze schaffen. Er will die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bündeln.WIRTSCHAFTS-, SOZIAL- UND FINANZPOLITIKLe Pen setzt auf Protektionismus. Sie will zur nationalen Währung zurückkehren und Steuern auf Importe sowie die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer erheben. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen französische Unternehmen bevorzugt werden.Macron: Der Ex-Wirtschaftsminister will das Land wettbewerbsfähiger machen, 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro einsparen. Zugleich plant er Investitionen in die Aus- und Weiterbildung und die Modernisierung der Verwaltung.apa/dpa/reuters