Beobachter vermuteten jedoch, die Sitzung solle nur den Anschein erwecken, dass die zweite Runde der Friedensverhandlungen kein Misserfolg gewesen sei.Die Genfer Gespräche über eine Beendigung des Bürgerkrieges waren in eine Sackgasse geraten, da die Opposition vorrangig über die Bildung einer Übergangsregierung sprechen wollte. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad wollte dagegen die Terrorbekämpfung auf die Tagesordnung setzen.Der Vorsitzende der Nationalen Syrischen Allianz, Ahmed al-Dscharba, hielt sich gar nicht in Genf aus. Wie die regimekritische Website „Zaman al-Wasl“ berichtete, reiste der Oppositionsführer am Freitag in die syrische Provinz Idlib, um in der Ortschaft Kansafra an der Trauerfeier für einen getöteten Rebellenführer teilzunehmen.Möglicherweise wollten die Oppositionellen durch diesen Besuch dem oft geäußerten Vorwurf der Rebellen entgegenwirken, sie seien „Fünf-Sterne-Revolutionäre“, die lieber in Hotels säßen, als sich vor Ort zu engagieren.dpa