<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Wenn es die Zeit zulässt, zieht es den obersten freiwilligen Feuerwehrmann im Land auf die Piste: Skifahren gehört zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen des Kardauners Martin Künig, meist in Obereggen oder Gröden – gut erreichbar, aber trotzdem mit dem nötigen Berggefühl.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279452_image" /></div> <BR /><BR /> Und im Sommer tauscht der 59-Jährige die Skier gegen Wanderschuhe, aber nicht fürs Bergsteigen oder Klettern, sondern für entspannte Wanderungen – beispielsweise bis auf Almen, wo er natürlich auch gerne einkehrt. <BR /><BR />Zudem hat sich der Obstmakler eine Vespa 300 zugelegt. „Schon als Jugendlicher hatte ich eine Vespa, weshalb ich mir wieder eine gekauft habe, um auf zwei Rädern unterwegs zu sein – auch in Begleitung meiner Frau Hermine“, erzählt Künig. Sonntagnachmittags drehen die beiden gerne eine Runde in Südtirol – beispielsweise ins Unterland oder auch in Richtung Eisacktal. „Vespa fahren ist einfach ein tolles Gefühl“, sagt der Kardauner. <BR /><BR /><embed id="dtext86-73603986_listbox" /><h3> Beruf und Freizeit lassen sich auch gut verbinden</h3>Städtereisen durch Europa gehören ebenfalls zu Martin Künigs Vorlieben. Ein Wochenende in Wien, Albanien oder Bulgarien – oft lassen sich seine Arbeit als Obstvermittler und die verdiente Freizeit sogar geschickt verbinden. Mal ist seine Frau Hermine dabei, mal reist er allein. <BR /><BR />Zudem pflegt Künig seit Jahrzehnten eine besondere Tradition mit Kardaun-Karneider Feuerwehrkollegen: drei Tage Auszeit einmal im Jahr, seit über 30 Jahren, um gemeinsam wegzufahren – sei es mit dem Rad oder mit dem Auto. „Wir besuchen beispielsweise Städte oder es zieht uns in die Berge“, verrät der Feuerwehrchef. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279455_image" /></div> <BR />E-Bike-Touren mit den Kollegen stehen auch darüber hinaus auf dem Programm. „Recht viel mehr Freizeit bleibt dann nicht mehr übrig“, sagt er. <BR /><BR />Denn die Feuerwehr spielt seit über 40 Jahren eine zentrale Rolle in Künigs Leben – und in diese wichtige Organisation steckt er viel Freizeit. In Kardaun-Karneid war er 20 Jahre lang Kommandant, und wenn möglich, macht er noch immer Dienst als Wehrmann. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279458_image" /></div> <BR />Der Feuerwehrdienst ist ihm quasi in die Wiege gelegt: „Mein Vater David war 15 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Kardaun-Karneid.“ Heute hat Martin Künig zwei Jobs: Obstmakler und eben Präsident des Landesfeuerwehrverbandes.<h3> Präsidentschaften waren nie Martin Künigs Ziel</h3>Rückblickend sagt der 59-Jährige: „Als ich nach 20 Jahren als Kommandant aufhörte, war es eigentlich nicht mein Ziel, Präsidentenämter zu übernehmen. Ich wurde aber gefragt, als Bezirkspräsident zu kandidieren, obwohl ich einen Schritt zurückmachen wollte und nicht mehrere Schritte nach vorne.“<BR /><BR />Und ähnlich erging es ihm auf dem Weg an die Landesspitze: Nach sieben Jahren als Bozner Bezirkspräsident übernahm Martin Künig im vergangenen Mai die Position des Landesfeuerwehrpräsidenten, nachdem Wolfram Gapp nicht mehr weitermachte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279461_image" /></div> <BR />„Als klar war, dass ich zu 99 Prozent Landesfeuerwehrpräsident werde, hat mich Wolfi Gapp sofort in das Präsidentenamt eingebunden, sodass ich dann nach der Wahl einen wirklich guten Start hatte“, betont der waschechte Kardauner. „Dafür bin ich meinem Vorgänger wirklich sehr dankbar.“<h3> Die Künigs sind große Fußballfans</h3>Für ihn ist die Tätigkeit als Landesfeuerwehrpräsident gut mit seiner beruflichen Flexibilität vereinbar: „Die Präsidentschaft ist für mich mindestens ein Halbtagesjob.“ Er bereue die Übernahme der Verantwortung und der vielen Arbeit aber nicht.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279464_image" /></div> <BR />Neben Sport und Feuerwehr pflegt er regelmäßig gesellige Treffen mit seinem Kollegenkreis – „einmal im Monat schaffen wir es, gemütlich zusammenzusitzen, einen Ratscher zu machen und über Gott und die Welt zu reden“. <BR /><BR />Früher engagierte sich Künig auch im Karneider Gemeinderat und im Familienchor von Kardaun, zeitlich ließ sich beides irgendwann aber nicht mehr mit Feuerwehr und Arbeit vereinen. „Irgendwann muss man sich entscheiden und die eine oder andere Tätigkeit beenden, denn alles schafft man nicht“, betont Martin Künig. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279467_image" /></div> <BR />Privat teilen er und seine Hermine ihre Begeisterung für den Fußball: Als große Fans des FC Bayern schauen sie so viele Spiele wie möglich live oder vor dem Fernseher. Und auch Kabarett darf nicht fehlen – beispielsweise als Fans von Monika Gruber genießen sie humorvolle Stunden abseits des Alltags.<BR /><BR /><embed id="dtext86-73603909_listbox" />