Sonntag, 25. Oktober 2020

10 Festnahmen nach Protesten in Rom

Nach gewaltsamen Protesten in Rom gegen die restriktiven Maßnahmen zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie hat die Polizei 10 Personen festgenommen. Weitere 10 wurden identifiziert und sollen angezeigt werden, berichteten italienische Medien. Ermittelt wird zu möglichen Verbindungen mit gewaltsamen Protesten, die am Freitagabend in Neapel ausgebrochen waren.

In Rom wurde in der Nacht auf Sonntag gewaltsam protestiert.
In Rom wurde in der Nacht auf Sonntag gewaltsam protestiert. - Foto: © ANSA / CLAUDIO PERI
Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi und die Regierung von Premier Giuseppe Conte verurteilten die Proteste. Außenminister Luigi Di Maio sprach von „rechtsextremen Gruppen“, die Attacken gegen die Sicherheitskräfte organisiert hätten. Die Regierung werde Gewalt nicht tolerieren, sagte Di Maio.

In Rom ist es in der Nacht auf Sonntag zu gewaltsamen Protesten von Anhängern der rechtsgerichteten Gruppierung Forza Nuova gegen die Einschränkungen gekommen. Rund 200 maskierte Demonstranten versammelten sich auf der zentralen Piazza del Popolo und skandierten Slogans gegen die nächtliche Ausgangssperre von 24 bis 5 Uhr sowie gegen die „sanitäre Diktatur“.

Eine Minute vor Mitternacht wurde ein Feuerwerk in den italienischen Nationalfarben gezündet. Die Sicherheitskräfte wurden danach mit Leuchtraketen und Knallkörpern angegriffen, einige Mülltonnen wurden in Brand gesetzt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen, wie italienische Medien berichteten. Zu der Demonstration hatte Forza Nuova Anhänger in Onlinenetzwerken aufgerufen.

Die Demonstranten in Rom folgten dem Beispiel von Neapel, wo am Freitag Proteste gegen die Ausgangssperre in Angriffe gegen die Sicherheitskräfte ausgeartet waren. Dabei wurden einige Polizisten leicht verletzt. 2 Personen wurden festgenommen. Auch in der Region Kampanien, in der Neapel liegt, gilt ein nächtliches Verbot.

apa

Schlagwörter: