Mittwoch, 26. Dezember 2018

10 Regierungskämpfer während Jemen-Waffenruhe getötet

Seit Beginn der Waffenruhe in der jemenitischen Provinz Hodeidah sind laut der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition 10 Kämpfer der Regierungstruppen getötet worden. Die Houthi-Rebellen würden versuchen, „eine Antwort der Koalition zu provozieren”, hieß es. Die Koalition versicherte, seit Beginn der Waffenruhe keine Luftangriffe geflogen und auch keine Artillerie eingesetzt zu haben.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen.
Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen. - Foto: © shutterstock

Unter UNO-Vermittlung hatten sich die Konfliktparteien in Schweden vor einer Woche auf eine Waffenruhe für die von den Houthis kontrollierte westjemenitische Hafenstadt Hodeidah geeinigt, durch die ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land kommt. Beide Seiten haben sich in den vergangenen Tagen gegenseitig vorgeworfen, gegen die Waffenruhe verstoßen zu haben.

Eine UNO-Mission unter Leitung des niederländischen Ex-Generals Patrick Cammaert soll die Einhaltung der Waffenruhe überwachen. Am Mittwoch will Cammaert an Ort und Stelle eine erste Sitzung mit Vertretern beider Konfliktparteien abhalten. Dabei soll es um die Umsetzung der Waffenruhe und einen Abzug von Kämpfern aus den Häfen von Hodeidah und 2 weiteren Städten der Provinz Hodeidah gehen.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UNO zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

apa/ag.

stol