Mittwoch, 14. März 2018

100. Geburtstag von Alfons Benedikter

Wenn Silvius Magnago der Vater der Autonomie war, so setzte sie Alfons Benedikter um. Das eine wäre ohne das andere sinnlos gewesen. Zum heutigen 100. Geburtstag beschreiben ihn seine Söhne als „kantigen Buggler, ein Kriegskind, das sein Pausenbrot immer mit hatte“. Und weil Urlaub für den „Alfons“ ein Fremdwort war, nahm er seine Buben zu sonntäglichen Lokalaugenscheinen ebenso mit wie zu Gesprächen über die Autonomie in der ganzen Welt.

Am heutigen Mittwoch wäre Alfons Benedikter 100 Jahre alt geworden.
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Am heutigen Mittwoch wäre Alfons Benedikter 100 Jahre alt geworden. - Foto: © D

Vom Haus der Benedikters in Frangart blickt man auf den Kaiserberg mit Schloss Sigmundskron. Heute Messner-Mountain-Museum, „seinerzeit aber die größte Müllhalde Südtirols – ein Unding, das Vati trotz seiner Macht nie verhindern konnte“, sinniert Rudi Benedikter. 1961 zogen das Ehepaar Alfons und Traudl Benedikter mit Rudi, Heinz, Thomas und Susanne ein. Bald stellten sich Eva Maria und Armin ein.

„Mit diesem halben Dutzend war unser Haus ziemlich lebendig. 1961 krachte es in unmittelbarer Nähe: Keine 100 Meter entfernt kippte in der Feuernacht ein Strommast um“, zitiert Rudi aus Alfons Benedikters Lebenserinnerungen. „Im selben Absatz werden Familie und Politik abgehandelt: So war der Alfons.“ Der Alfons arbeitete oft auch zu Hause. „Da wussten wir Kinder, dass wir nicht stören durften.“

Trotzdem haben die „Buben“, wie Benedikter seine Söhne nannte, den Vati in liebevoller Erinnerung. In autonomiepolitischer Mission war er auf der ganzen Welt unterwegs. „Der Alfons hat strategisch gedacht und sich ein Netzwerk an Unterstützern aufgebaut, um in Rom einen besseren Stand zu haben.“ Bei seiner unermüdlichen Reisediplomatie nahm Benedikter seine Söhne oft mit.

D/bv

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol