Freitag, 21. Juni 2019

100 Migranten in Triest nahe slowenischer Grenze aufgegriffen

Circa 100 Migranten sind am Freitag in San Dorligo della Valle bei Triest unweit der Grenze von Slowenien aufgegriffen worden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um pakistanische Migranten, die zur Identifizierung in eine Polizeistation geführt wurden, berichteten lokale Medien.

Die Migranten waren in kleinen Gruppen entlang den Straßen der Gegend unterwegs.
Die Migranten waren in kleinen Gruppen entlang den Straßen der Gegend unterwegs. - Foto: © shutterstock

Die Migranten waren in kleinen Gruppen entlang den Straßen der Gegend unterwegs. Vermutet wird, dass sie von Schleppern mit Wagen von Slowenien nach Italien geschleust worden seien.

Italien und Slowenien verschärfen indes die Kontrollen an der gemeinsamen Grenze zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung. So sind gemischte italienisch-slowenische Streifen geplant, teilte das italienische Innenministerium in Rom mit. Geplant ist die Entwicklung eines gemeinsamen Programms zur Rückführung illegaler Migranten in die Heimat.

„Nachdem die italienischen Häfen geschlossen worden sind, droht die Balkan-Route wieder zu einem neuen Notstand für Italien zu werden. Die Gefahr ist, dass sich eine neue Front an der östlichen Grenze öffnet“, warnte der Senator der Rechtspartei „Fratelli d Italia, Lucia Cirani.

Von Griechenland nach Italien: 6 Personen in Hohlraum versteckt

Schleuserbanden versuchen immer wieder, Migranten auch von Griechenland aus über Italien nach Mitteleuropa zu bringen. Die Küstenwache der Hafenstadt Patras nahm am Freitag zwei Lastwagenfahrer fest. Sie hätten versucht, insgesamt zehn Migranten auf eine Fähre zu bringen, die nach Italien auslaufen sollte. Sechs Menschen waren in einem Hohlraum des einen Lastwagens und die anderen vier im Laderaum des zweitenversteckt, wie die Küstenwache am Freitag mitteilte.

Die westgriechischen Häfen von Patras und Igoumenitsa sind seit 20 Jahren Drehscheiben der illegalen Migration auf der Route Türkei-Griechenland-Italien. Von dort laufen täglich mehrere Fähren zu den italienischen Häfen Brindisi, Bari, Ancona, Venedig und Triest aus.

In Griechenland harren zurzeit gut 70.000 Flüchtlinge und andere Migranten aus. Viele suchen nach einer Chance, Richtung Nord- und Mitteleuropa zu gelangen.

apa

stol