Samstag, 01. Juni 2019

100 Migranten treffen am Sonntag in Genua ein

Das Patrouillenschiff der italienischen Marine „Cigala Fulgosi”, das am Donnerstag circa hundert Flüchtlinge von einem Schlauchboot im Mittelmeer gerettet hat, wird am Sonntag in Genua eintreffen. Die Menschen an Bord sollen auf fünf EU-Staaten umverteilt und auch vom Vatikan aufgenommen werden, kündigte der italienische Innenminister Matteo Salvini an.

Unter den rund 100 Flüchtlingen befinden sich 17 Frauen und 23 Minderjährige.
Unter den rund 100 Flüchtlingen befinden sich 17 Frauen und 23 Minderjährige. - Foto: © shutterstock

Der Innenminister dankte dem Vatikan für die „Sensibilität” und die Bereitschaft zur Aufnahme der Migranten. Welche EU-Länder die Migranten aufnehmen werden, gab Salvini nicht bekannt. „Keiner der Migranten wird die italienischen Steuerzahler belasten”, hatte Salvini am Freitag betont.

Unter den Flüchtlingen, die von einem Aufklärungsflugzeug der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch entdeckt worden waren, seien 17 Frauen und 23 Minderjährige, erklärte die Marine am Donnerstag. Das Schiff hatte die Menschen 90 Seemeilen vor der libyschen Küste aufgegriffen. Einen Bericht der NGO, wonach ein fünfjähriges Kindes auf dem Boot gestorben sei, wurde von der italienischen Marine dementiert.

Das Flugzeug „Moonbird” hatte der Hilfsorganisation zufolge die in Seenot geratenen Geflüchteten am Mittwoch entdeckt. Diese hatten sich zuvor an die von Sea-Watch betriebene Notrufstelle für Migranten, Alarm Phone, gewandt. Diese sei in Kontakt mit Menschen an Bord des überfüllten Schlauchboots gestanden.

apa

stol