Montag, 16. Dezember 2019

1000 Unterschriften für Doppelpass in Wien überreicht

Eine hochkarätig und parteiübergreifend zusammengesetzte Delegation aus Südtirol ist am Montag in Wien mit österreichischen Spitzenpolitikern zusammengetroffen, um die nächsten Schritte hin zur österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler zu besprechen. Dabei überreichten sie eine Petition mit 1.000 Unterschriften von Südtiroler Persönlichkeiten, die sich alle für die doppelte Staatsbürgerschaft aussprechen.

Die  Delegation aus Südtirol überreichte ÖVP-Südtirol-Sprecher Hermann Gahr (6. v.l.) die Unterschriften.
Badge Local
Die Delegation aus Südtirol überreichte ÖVP-Südtirol-Sprecher Hermann Gahr (6. v.l.) die Unterschriften. - Foto: © inoes.eu

Angeführt wurde die Delegation der parteiübergreifenden „Initiative Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler – inoes“ von Landesrätin Maria Hochgruber-Kuenzer und vom Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan. Auch Abgeordneten der SVP, der Süd-Tiroler Freiheit, der Freiheitlichen und Vertreter der SVP-Altmandatare, der Plattform Heimat in der SVP, des Südtiroler Schützenbundes und des Südtiroler Heimatbundes waren mit nach Wien gereist, um das Anliegen zu unterstützen.

Der österreichische Nationalrat hat sich im September 2019 mit großer Mehrheit für die Vergabe der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen. Daraufhin wurde die parteiübergreifenden Initiative „inoes“ ins Leben gerufen, um mit vereinten Kräften für die rasche Umsetzung zu sorgen.

Von der ÖVP wurde die Erstellung eines strategischen Fahrplans für die Umsetzung der doppelten Staatsbürgerschaft vorgeschlagen. Mit den Vertretern des Innen- und Außenministeriums sowie der Parlamentsklubs wurde daher vereinbart, dass auf Grundlage des bereits ausgearbeiteten Gesetzentwurfes zwischen Bozen und Wien die Kriterien zur Vergabe des Doppelpasses festgelegt werden sollen. Der ÖVP-Südtirol-Sprecher Hermann Gahr nahm nach Paket mit den 1000 Unterschriften entgegen.



Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen wurde spontan von der Delegation begrüßt und über das Vorhaben der parteiübergreifenden Initiative informiert.

stol