Es geht zum einen um Willkür der Behörden bei den gewaltsamen Festnahmen bei ungenehmigten Demonstrationen in Moskau. Zum anderen will die Opposition die Zulassung zur Stadtratswahl erreichen. Regierungskritiker sind bei der Wahl am 8. September wegen angeblicher Formfehler bei ihren Registrierungsanträgen nicht zugelassen.Kundgebung von Behörden genehmigtAnders als an den vergangenen 2 Wochenenden haben die Behörden diesmal eine große Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt genehmigt. Es wird erwartet, dass es die größten Proteste seit Jahren werden. Bei nicht erlaubten Aktionen waren an den beiden vergangenen Samstagen mehr als 2.000 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Das stieß international auf Kritik.Viele prominente Oppositionspolitiker sitzen in Haft. Zu den Protesten haben aber auch bekannte Blogger mit Millionen Followern aufgerufen.Die Polizei will bei nicht genehmigten Aktionen wieder mit Härte vorgehenDie US-Botschaft in Moskau warnte ihre Bürger aus Sicherheitsgründen davor, sich in der Nähe der Proteste aufzuhalten. Die Organisatoren schlossen nicht aus, dass es nach der genehmigten Demonstration eine weitere, als Spaziergang deklarierte Aktion geben könnte.Die Polizei kündigte an, gegen nicht genehmigte Aktionen erneut mit aller Härte durchzugreifen. Teilnehmern drohen Anklagen wegen Anstiftung zu Massenunruhen, die mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden können.apa/dpa