Samstag, 31. August 2019

13 in Seenot geratene Flüchtlinge im Ärmelkanal gerettet

Die französische Küstenwache hat am Samstag 13 Flüchtlinge aus Seenot im Ärmelkanal gerettet. Die 13 Männer, die offenbar versuchten, per Boot von Frankreich nach Großbritannien überzusetzen, wurden nach Angaben der Behörden in den Hafen der Stadt Calais gebracht.

Die Männer versuchten, von Frankreich ausgehend nach Großbritannien überzusetzen.
Die Männer versuchten, von Frankreich ausgehend nach Großbritannien überzusetzen.

Migranten nehmen immer größere Risiken auf sich, um von Frankreich aus nach Großbritannien zu gelangen. Erst am Montag war die Leiche eines 48-Jährigen irakischen Flüchtlings an der belgischen Küste gefunden worden.

Er war offenbar bei dem Versuch ertrunken, von Frankreich durch den Ärmelkanal nach Großbritannien zu schwimmen. Der Mann trug eine selbstgebaute Schwimmweste aus leeren Plastikflaschen sowie eine Tasche mit seinen Ausweispapieren.

Seit Jänner haben die Küstenwachen Frankreichs und Großbritanniens nach französischen Angaben rund 1.450 Flüchtlinge aufgegriffen, die den Ärmelkanal auf Booten überqueren wollten. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2018. Die Route ist wegen des dichten Schiffsverkehrs, starker Strömungen, häufigen Nebels und Wassertemperaturen zwischen 17 und 19 Grad sehr gefährlich.

Der neue britische Premier Boris Johnson hat eine harte Linie gegen Migranten angekündigt, die ohne Erlaubnis den Ärmelkanal überqueren.

apa/ag.

stol