Das Wahlbüro des Innenministeriums lehnte 34 Wahlsymbole ab, weil sie jenen anderer Gruppierungen zu ähnlich sind. Die Polit-Aktivisten, die sie eingereicht hatten, wurden aufgerufen, sie innerhalb 48 Stunden zu ersetzen.Weitere 16 Symbole werden aus Mangel an Dokumentation zu den Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar nicht zugelassen.Am Wochenende: Kandidaten bekannt gebenMit diesem Beschluss tritt der italienische Wahlkampf jetzt in die entscheidende Phase.Am kommenden Sonntag und Montag müssen die Parteien die Liste der Kandidaten vorlegen. Mit bunten Parteilisten ist stark zu rechnen.Neben namhaften Sportlern, Journalisten und Staatsanwälten schicken die Gruppierungen auch viele Neulinge der Politik ins Rennen.Zu ihnen zählt Medienberichten zufolge der Fotograf Antonello Zappadu, der 2010 mit seinen ohne Genehmigung geschossenen Fotos von Ex-Premier Silvio Berlusconi mit blutjungen Frauen in seiner Luxusvilla auf Sardinien für Aufregung gesorgt hatte und deswegen vom Medienunternehmer angezeigt worden war.Zappadu geht ausgerechnet mit der Linkspartei „Rivoluzione Civile“ um den überzeugten Berlusconi-Gegner und Ex-Staatsanwalt Antonio Ingroia ins Rennen. Seine Kandidatur für einen Sitz in der Abgeordnetenkammer will Zappadu in seiner Heimatregion Sardinien einreichen.Berlusconis Wahlliste: Einige skandalumwitterte KandidatenAuch Berlusconi arbeitet an seiner Wahlliste. Streit herrscht wegen einigen skandalumwitterten Kandidaten, die der Medienzar trotz ihrer Justizschwierigkeiten ins Rennen schicken will.Zu ihnen zählen der Präsident der süditalienischen Region Kampanien, Stefano Caldoro, und der ehemalige kampanische Koordinator der Berlusconi-Partei Nicola Cosentino, gegen die Ermittlungen wegen Korruption laufen.„Für mich ist jeder bis zu ihrer definitiven Verurteilung unschuldig. Jedenfalls wird ein Komitee aus Juristen entscheiden, ob die beiden am Wahlkampf teilnehmen sollen, oder nicht“, erklärte Berlusconi.apa