Montag, 02. Dezember 2019

17 Leichen nach Flüchtlingsunglück in Italien geborgen

Taucher der italienischen Küstenwache haben rund um das Wrack eines vor 8 Tagen vor der Insel Lampedusa gekenterten Flüchtlingsschiffes am Sonntag 5 Leichen geborgen. Weitere 7 Leichen, die sich auf einer Tiefe von 40 Meter befanden, waren am Samstag an Land gebracht worden. Damit wächst die Zahl der Todesopfer des Unglücks auf 17.

Rund um das gesunkene Flüchtlingsschiff vor Lampedusa wurden weitere Leichen entdeckt.
Rund um das gesunkene Flüchtlingsschiff vor Lampedusa wurden weitere Leichen entdeckt. - Foto: © ANSA / GUARDIA COSTIERA

5 Frauenleichen waren bereits vor einer Woche geborgen worden. Nach weiteren 4 Vermissten wird noch gesucht. Die Suche erfolgt mithilfe von Unterwasser-Robotern der italienischen Küstenwache. Koordiniert wird die Suchaktion vom sizilianischen Staatsanwalt Salvatore Vella, der die Untersuchung rund um das Flüchtlingsunglück eine Seemeile vor Lampedusa entfernt koordiniert.

Das Schiff mit insgesamt 170 Migranten an Bord, das keinen Hilferuf abgesetzt hatte, kippte am 23. November wegen der hohen Wellen und des starken Windes eine Seemeile vor Lampedusa entfernt um.

2 Fischerboote schlugen Alarm und eilten den Migranten zu Hilfe. 149 Migranten, darunter 13 Frauen und drei Kinder, konnten gerettet werden.

Die Suche nach Überlebenden wurde mit Schiffen und Flugzeugen der italienischen Küstenwache durchgeführt, was jedoch durch das Unwetter erschwert wurde. Die Überlebenden wurden in einem Flüchtlingslager auf der Insel untergebracht.

apa