EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist am Konzept interessiert und hat sich den Südtiroler Entwurf bereits schicken lassen.<BR /><BR /><BR /><BR />Das jahrelange Tauziehen um die Konzession der Brennerautobahn wird um ein weiteres Kapitel reicher. Nachdem Kammer und Senat im November der gesetzlichen Grundlage für eine öffentlich-private Partnerschaft zugestimmt hatten, wird derzeit auf Hochdruck am Vorschlag für das PPP-Projekt zur Führung der Brennerautobahn gearbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Umweltaspekt und Nachhaltigkeit. <BR /><BR />So beinhaltet der Entwurf die bereits bekannte Umweltmaut, wonach stärker verschmutzende Lkw eine höhere Maut berappen müssen als umweltfreundliche. Ebenso vorgesehen ist eine Art Buchungssystem für Transitfahrten über den Brenner. Der große Vorteil: Die Anzahl der Transitlaster, die zeitgleich durchs Land rollen, könne laut Landeshauptmann Arno Kompatscher auf diese Weise kontingentiert werden. <BR /><BR /><b>Steuerung über den Preis</b><BR /><BR />Gesteuert werden soll die Anzahl der Lkw, die zur gleichen Zeit auf der Brennerautobahn unterwegs sind, anhand des Preises. „Ab einer festgelegten Höchstzahl wird die Maut eben teurer“, erklärt Kompatscher. Dadurch könne sich jeder Frächter selbst aussuchen, wann er seine Lastwagen über den Brenner schicke. Im Gegensatz zur Blockabfertigung, wie sie das Bundesland Tirol derzeit betreibe, würden mit diesem System auch kilometerlange Rückstaus vermieden, so Kompatscher.<BR /><BR />Zugang zum Buchungsportal sollen europaweit alle Frächter erhalten. In Brüssel scheint man auf das Modell bereits aufmerksam geworden zu sein. Immerhin habe sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Entwurf bereits schicken lassen, so Kompatscher. Gut möglich, dass das Ticketing-Modell für die Brennerautobahn auch auf andere stark verkehrsbelastete Regionen umgelegt wird.<BR /><BR />Derzeit aber geht es in erster Linie darum, Ministerien und Regierung vom Entwurf des PPP-Projektes zur künftigen Führung der Brennerautobahn zu überzeugen. „Dieser soll noch innerhalb Jänner Rom vorgelegt werden“, so Kompatscher. Ob das ausgearbeitete Modell Rom überzeugt, muss sich dann erst weisen. Das letzte Wort darüber, ob bzw. welche Umweltmaßnahmen auf der A22 umgesetzt werden, hat dann das Transport- und Infrastrukturministerium.<BR />