Mittwoch, 12. August 2020

2018 SVP-Kandidaten wollen einen Sitz in Südtirols Gemeindestuben

Wenn im Herbst mit etwas Verspätung zu den Wahlurnen gerufen wird, werden in 113 von 116 Südtiroler Gemeinden die Weichen für die kommenden Jahre neu gestellt. Als stärkste Partei des Landes hat sich auch die SVP ein klares Ziel für die anstehenden Gemeinderatswahlen gesetzt.

101 Gemeinden will die SVP im Herbst halten.
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101 Gemeinden will die SVP im Herbst halten. - Foto: © DLife
In 101 der 113 betroffenen Gemeinden sitzt derzeit ein Vertreter der Volkspartei auf dem Bürgermeistersessel – und dies soll laut Vorstellungen der Parteileitung auch in Zukunft so bleiben. Außerdem wolle man in manchen Gemeinden – wie beispielsweise in Sterzing, Meran oder Toblach – eine „realistische Chance“ nutzen, die Führung wieder zu übernehmen.

"Immer wieder wurde darüber diskutiert, dass weniger Interesse an der Politik da ist und sich weniger Kandidaten finden. Dem ist aber nicht so", freute sich Parteiobmann Philipp Achammer bei der Vorstellung der Kandidaten und Listen. "Insgesamt 2018 Kandidaten werden auf den SVP-Listen zu finden sein, das sind mehr als bei der letzten Wahl im Jahr 2015. Und davon sind knapp 30 Prozent Frauen und 25 Prozent nicht älter als 30", brachte es der Obmann auf den Punkt.

"Das bedeutet, dass die SVP die Basis begeistern kann, dass sie lebt und für die Bevölkerung weiterhin interessant ist und das kann nur zu einem guten Ergebnis führen", meinte Achammer.

Auch zu den Themen äußerte sich der Parteiobmann. Diese hätten sich durch die Corona-Krise etwas verändert, sodass derzeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie auch die Unterstützung von Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze eine größere Rolle spielten. Dies alles sei im SVP-Programm jedoch bereits vorhanden gewesen, betonte Achammer.

Vorsitzende der Gruppierungen in der Partei durchwegs zufrieden

Renate Gebhard, Vorsitzende der SVP-Frauen, betonte: „Knapp 30 Prozent Frauen – das muss uns erst einmal jemand nachmachen.“ Dies garantiere, dass in den Gemeinden ein wichtiger Fokus auf Familie und Bildung gelegt werde. Ladiner-Chef Daniel Alfreider freute sich „über die vielen, jungen und aktiven Leute, die mitmachen – trotz der nicht einfachen letzten Monate“.

„Auch viele ältere Menschen sind motiviert und bereit, sich einzubringen“, meinte Otto von Dellemann, Vorsitzender der SVP-Seniorenbewegung. Sie seien eine wichtige Stimme in den Gemeinden. Siegfried Rinner, Chef der SVP-Landwirtschaft, lobte die Vielfalt auf den SVP-Listen: „Alles verlässliche Personen, denen man vertrauen kann.“ Er hoffe auf einen „fairen, kurzen, leisen Wahlkampf“. Josef Tschöll, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft, erklärte: „Wir haben viele Menschen auf unseren Listen, die sich für andere einsetzen wollen – die Antworten geben und ideale Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Familien schaffen wollen.“

stol/ansa