Mittwoch, 21. April 2021

2020: Ein Desaster für die Menschenrechte

Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, hat eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechte im vergangenen Jahr beklagt. „2020 war ein desaströses Jahr für die Menschenrechte in Europa“, heißt es in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht. Die Corona-Pandemie habe die Aushöhlung des demokratischen Gefüges der Gesellschaft beschleunigt. Der Schutz der Menschenrechte hänge aber von diesem Gefüge ab.

Die Kommissarin gibt sich besorgt.
Die Kommissarin gibt sich besorgt.
In der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung in Straßburg sagte sie, die Krise habe bestehende Probleme noch verstärkt. „Die Pandemie hat mit tragischer Klarheit die zahlreichen und wachsenden Ungleichheiten in unseren Ländern aufgezeigt.“ Arme seien ärmer geworden, Benachteiligte noch weiter benachteiligt. Ungleichheiten in Bezug auf Alte, Frauen sowie ethnische und sexuelle Minderheiten hätten stark zugenommen.

Zur Parlamentarischen Versammlung kommen 4 Mal im Jahr Abgeordnete der 47 Staaten des Europarats zusammen. Der Europarat mit Sitz in Straßburg wacht über die Menschenrechte in seinen Mitgliedsländern. Er ist kein Organ der Europäischen Union.

dpa

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