Donnerstag, 17. September 2015

24 Flüchtlinge auf Brenner-Route aufgegriffen

In Nordtirol haben die Verantwortlichen auch weiterhin „keine steigende Tendenz bei den Flüchtlingszahlen“ registriert. Man habe aber ein Auge auf die Verlagerung der Fluchtrouten, erklärte Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dietmar Schennach am Donnerstag.

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Foto: © D

In der Nacht auf Donnerstag wurden auf der Brenner-Route 24 Flüchtlinge aufgegriffen. Laut Schennach befinden sich in den internationalen Reisezügen vom Brenner Richtung Deutschland aufgrund der italienischen Kontrollen derzeit nur wenige Flüchtlinge.

18 der 24 in der Nacht auf Donnerstag aufgegriffenen Migranten werden nach Italien zurückgeschoben, hieß es von der Polizei gegenüber der APA. Vier beantragten Asyl. Zwei illegal Eingereiste wurden laut Polizei auf freiem Fuß angezeigt.

Am Brenner würden unterdessen von der Nordtiroler Exekutive weiter der Schengen-Regelung gemäß „stichprobenartige Kontrollen“ durchgeführt. Es gebe aber „laufend Besprechungen“, betonte die Polizei.

Vorsicht sei auf der Tiroler Inntalautobahn (A12) bei Kiefersfelden geboten. Aufgrund der Grenzkontrollen der deutschen Behörden komme es teilweise zu langen Staus. Erst am Mittwoch hatten zwei Insassen eines tschechischen Schwerfahrzeuges bei einem Auffahrunfall, ausgelöst durch einen Rückstau, ihr Leben verloren.

Zudem würden sich Flüchtlinge vermehrt zu Fuß entlang der Straßenverbindungen auf den Weg ins benachbarte Deutschland machen.

apa

stol