Besonders stark sei dieser Trend in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Als Grund nennt die UNESCO hier vor allem eine wachsende Bevölkerung. Auch Konflikte hätten die Bildungsbemühungen eingeschränkt. Mehr als jedes sechste Kind lebe in einem Gebiet, das von Konflikten betroffen sei. Im Nahen und Mittleren Osten etwa hätten die regionalen Spannungen zahlreiche Schulschließungen nach sich gezogen.<BR /><BR />Um mehr Kindern Schulbildung zu ermöglichen, gibt es laut UNESCO keine einheitliche Lösung. Vielmehr müssten lokale Gegebenheiten berücksichtigt werden. In einigen Ländern hätten aber eine Schulpflicht und Gesetze gegen Kinderarbeit geholfen. Anderswo beobachteten die Fachleute, dass es einen Zusammenhang zwischen Schulessen beziehungsweise Stromversorgung und längerer Schulbildung von Kindern und Jugendlichen gebe.<BR /><BR />Auch wenn zuletzt wieder mehr Kinder von der Schule ausgeschlossen waren, sieht die UNESCO seit der Jahrtausendwende teils beachtliche Verbesserungen. In Madagaskar und Togo etwa sei der Anteil der Kinder, die nicht zur Schule gingen, seit 2000 um 80 Prozent zurückgegangen. In Marokko und Vietnam treffe das Gleiche auf Jugendliche zu. Auch in der Elfenbeinküste, der Türkei und Georgien gingen die Zahlen stark zurück.