Donnerstag, 05. Juli 2018

3. Südtiroler Kinderlandtag: „Was bisher geschah“

Von Dienstag, 21. November bis Freitag 24. November 2017 fand im Südtiroler Landtag der 3. Kinderlandtag statt. Über 220 Kinder nahmen an sieben verschiedenen Konferenzen teil. Für die Kinder sind Themen wie Flüchtlinge, Obdachlose, Nachhaltigkeit, Mobilität und das Erlernen verschiedener Sprachen wichtig. Aber auch ein würdevolles Leben der älteren Mitmenschen und das Verständnis für Kultur spielen eine große Rolle.

v. l. n. r.: Leonie Paterno,Julian Stuefer, Felix Plattner und Anna Timpfler.
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v. l. n. r.: Leonie Paterno,Julian Stuefer, Felix Plattner und Anna Timpfler. - Foto: © D

„Wenn man sich aufrichtig für ihre Anliegen interessiert, nimmt es niemand so ernst wie die Kinder“, meint Landtagspräsident Roberto Bizzo. Der Landtag hatte im Zeitraum vom 21. November bis zum 24. November die Aufgabe, den interessierten Kindern erste Einblicke in den Landtag zu gewähren und zu zeigen, wie ein Gesetz überhaupt zu Stande kommt.  

Verschiedene Facetten von Demokratie

Zugleich soll der Kinderlandtag den Kindern und Jugendlichen Demokratie, Mitbestimmung und Verantwortung nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis näher bringen. Ziel war und ist auch die politische Bildung und Erfahrbarkeit von Demokratie, sowie die Integration in demokratische Prozesse. 

Wir sind der Meinung, dass Mensaessen schlecht ist

Ein besonderes Augenmerk legten die Schüler dabei auf die Schule. 50 Prozent bemängelten die zum Teil oft unzureichende Kompetenz von Lehrer im Fach der Zweit- oder –Drittsprache. Vor allem außerhalb der Städte, in ländlichen Gegenden, stellt dies ein Problem dar. Aber auch das Mensaessen an den Schulen wurde von rund 73 Prozent als schlecht bezeichnet. „Wir sind der Meinung, dass Mensaessen schlecht ist. Wir fordern qualitativ hochwertigeres Essen, das frisch zubereitet wird“, so die Kinder.

Weniger Papier, mehr Computer

Auf die Frage der Politiker, was man heute für eine gute Umwelt tun müsse, waren sich 64 Prozent der Kinder einig, dass man in erster Linie weniger Papier verschwenden sollte. In der Schule könnte man einfach mehr Computer nutzen, damit weniger Papier verbraucht wird und die Hausaufgaben könnte man auch einfach am Computer machen, entweder mit den passenden Apps oder E-Books.

Vom Tierheim ins Altersheim

Aber auch die Pflege im Alter beschäftigt die Jugend von heute. 85,7 Prozent sorgen sich um ältere Menschen die einsam zu Hause sitzen. Ihre Idee: Hunde aus dem Tierheim ausbilden und dann zu den einsamen Senioren oder ins Altersheim bringen.  

Es sei wichtig, Kindern ein politisches Mitspracherecht zu geben, so Julian Stuefer, 2. Vorsitzender der katholischen Jungschar Südtirol, denn „die Kinder von heute sind die Politiker von morgen.“

Der nächste Kinderlandtag ist schon in Ausarbeitung und wird voraussichtlich im Herbst 2019 stattfinden.

stol

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