Dienstag, 29. Januar 2019

30 weitere Ausbildungsplätze gegen Hausarztmangel

Die neue Landesregierung setzt einen weiteren Schritt, um dem Mangel an Hausärzten entgegenzutreten. Am Dienstag wurde die Wettbewerbsausschreibung für die Zulassung zur dreijährigen Sonderausbildung in Allgemeinmedizin 2019 bis 2022 genehmigt. Dadurch werden bis zum Jahr 2022 jährlich 30 weitere Ausbildungsplätze geschaffen, um den bestehenden Bedarf an Hausärzten bestmöglich und zeitnah zu decken.

30 anstelle der 25 geplanten Ausbildungsplätze für Allgemeinmedizin hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen - Foto: pixabay.com
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30 anstelle der 25 geplanten Ausbildungsplätze für Allgemeinmedizin hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen - Foto: pixabay.com

„Wir haben gemeinschaftlich mit allen Interessensvertretungen entschieden, die Ausbildungsplätze von ursprünglich 25 auf 30 pro Jahr aufzustocken, denn wir wissen: In diesem Bereich brauchen wir jede Kraft", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der heutigen Pressekonferenz im Anschluss an die Landesregierungssitzung.

Einreichefristen für Anmeldung zu Prüfungssessionen

Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu dieser Ausbildung zu ermöglichen, sind Prüfungssessionen (am 10. April und am 12. Juni 2019) vorgesehen. Die entsprechenden Gesuche müssen innerhalb 12 Uhr des 30. Tages nach Veröffentlichung der Wettbewerbsausschreibung im Amtsblatt der Region eingereicht werden, für die zweite Session kann man sich vom 15. April bis 15. Mai (innerhalb 12 Uhr) im Landesamt für Gesundheitsordnung bewerben.

Die zweite Einreichfrist gilt nur, sofern nicht alle verfügbaren Ausbildungsstellen bereits mit der ersten Rangordnung vergeben werden. Zugelassen sind Absolventen eines Doktorats in Medizin und Chirurgie oder einer anerkannten ärztlichen Grundausbildung, welche die Befähigung zur Ausübung des Arztberufes sowie die Eintragung in das Berufsalbum der Ärzte- und Zahnärztekammer vorweisen können.

Ausbildung an Claudiana, Stipendium für Sonderausbildung

Alle Praktika und Seminare der Sonderausbildung in Allgemeinmedizin finden an den akkreditierten Krankenhäusern des Landes oder bei verschiedenen Ärzten für Allgemeinmedizin statt.

Organisiert wird die Ausbildung vom Institut für Allgemeinmedizin mit Sitz an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana" in Bozen, für die Organisation der Aufnahme- und Abschlussprüfungen zeichnet das Landesamt für Gesundheitsordnung verantwortlich.

In der Sitzung hat die Landesregierung auch den 2-Jahres-Plan der Ausbildungsplätze genehmigt und den entsprechenden Bildungsauftrag an das Claudiana-Institut erteilt. Sowohl das Landeskomitee für Gesundheitsplanung, als auch die Ärzte- und Zahnärztekammer Südtirols befürworten das Vorhaben, weitere Hausärzte auszubilden.

2018 haben 14 Ärzte erfolgreich abgeschlossen

Im vergangenen September haben insgesamt 14 Ärzte ihre dreijährige Spezialisierung in Allgemeinmedizin erfolgreich abgeschlossen, weitere 25 befinden sich momentan in der Ausbildungsphase.

Um Mediziner in diesem Bereich zu unterstützen, steht bereits seit 2011 ein Landesstipendium in der Höhe von 2084 Euro im Monat zu, zusätzlich erhalten Auszubildende eine Entschädigung in der Höhe von 450 Euro monatlich, wenn sie im Besitz des Zweisprachigkeitsnachweises sind.

stol/lpa

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