Sonntag, 08. Dezember 2019

30.000 buddhistische Mönche baten in Myanmar um Almosen

In Myanmar haben sich am Sonntag Zehntausende buddhistische Mönche zu einer Almosen-Veranstaltung versammelt. Die Veranstaltung wird von der umstrittenen thailändischen Dhammakaya-Stiftung mitorganisiert, die in Bangkok einen Riesentempel betreibt.

Buddhistische Mönche soweit das Auge reicht.
Buddhistische Mönche soweit das Auge reicht. - Foto: © APA (AFP) / KYAW ZAY WIN

In der Nähe des Flughafens von Mandalay, dem religiösen Zentrum von Myanmar, baten rund 30.000 meist barfüßige Mönche aus Thailand und Myanmar sowie religiöse Vertreter aus rund einem Dutzend weiteren Ländern um Spenden für buddhistische Anliegen. Bis zum Morgengrauen war die Versammlung aus in orangefarbenen und weinroten Gewändern gekleideten Mönchen zur Größe eines Fußballfelds angewachsen.

Es ist die dritte und größte Veranstaltung dieser Art seit 2015. Sie soll der Stärkung der Beziehungen zwischen den Mönchen der beiden südostasiatischen Nachbarstaaten sowie der „Stärkung des Mönchtums“ dienen, wie es in einer Erklärung der Organisatoren heißt. Hinter der Massenveranstaltung steht auch die Dhammakaya-Stiftung, die regelmäßig Spenden-Events für buddhistische Zwecke organisiert. Sie steht wegen eines Unterschlagungsskandals in der Kritik.

2017 machte der von der Stiftung betriebene Tempel im Norden Bangkoks mit einer 2-wöchigen Belagerung durch tausende Polizisten Schlagzeilen. Damals suchten die Sicherheitskräfte nach dem religiösen Anführer des Tempels, Phra Dhammachayowho. Ihm wurde vorgeworfen, an der Unterschlagung von 33 Millionen Dollar (heute 29,75 Mio. Euro) beteiligt gewesen zu sein und sich auf dem riesigen Tempelgelände, das doppelt so groß ist wie Monaco, zu verstecken. Gefunden wurde Dhammachayowho bis heute nicht.

apa

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