Dienstag, 11. Mai 2021

3600 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Südtirol noch nicht geimpft

3600 Mitarbeiter in allen Diensten des Gesundheitswesens sind noch nicht geimpft, davon 600 in Pflegeheimen. Das sagte Landesrätin Waltraud Deeg am Dienstag in der Aktuellen Fragestunde im Landtag.

Noch sind die Suspendierungen von nicht-geimpften Mitarbeitern im Gesundheitswesen, die das Draghi-Dekret vom 1. April vorsieht, nicht in die Wege geleitet.
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Noch sind die Suspendierungen von nicht-geimpften Mitarbeitern im Gesundheitswesen, die das Draghi-Dekret vom 1. April vorsieht, nicht in die Wege geleitet. - Foto: © shutterstock
Die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder vom Team K hatte nach Daten zu ungeimpften Mitarbeitern in Südtirol gefragt, nach deren Überstellung in andere Aufgabenbereiche oder mögliche Suspendierungen.

Landesrätin Waltraud Deeg berichtete, dass die Daten erst vom Sanitätsbetrieb erhoben werden müssten, sie lägen ihr daher noch nicht vor. Die verbreitete Zahl von 5000 noch nicht geimpften Mitarbeitern in allen Diensten des Gesundheitswesens und in Pflegeheimen sei korrigiert und auf 3600 reduziert worden, davon 600 in Pflegeheimen, heißt es in einer entsprechenden Aussendung.

Tatsächlich sollten es am Ende „viel weniger Mitarbeiter sein, die nicht geimpft sind“, wie die Landesrätin erläuterte. Die Suspendierungen, wie im Draghi-Dekret vom 1. April vorgesehen, seien jedenfalls noch nicht in die Wege geleitet. Die Landesregierung sei in Kontakt mit den Parlamentariern in Rom, um den Handlungsspielraum in dieser Hinsicht zu überprüfen: „Es geht um die Sicherheit am Arbeitsplatz und den Schutz von Risikogruppen. In anderen Provinzen und Regionen gibt es keine Probleme, weil die Zahl der geimpften Personen größer ist. In den Südtiroler Einrichtungen gibt es teilweise eine geringere Bereitschaft, sich impfen zu lassen.“

stol