Überlebende des Flüchtlingsdramas vom 3. Oktober 2013 und Angehörige der Opfer beteiligten sich gestern an einer Gedenkzeremonie. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gemeinde Lampedusa.<BR /><BR />Blumenkränze wurden an der Stelle der Schiffstragödie ins Meer geworfen. Bei der Zeremonie waren Hunderte Studenten aus ganz Italien und verschiedenen europäischen Ländern anwesend. Viele von ihnen trugen Plakate, auf denen die Zahl der Opfer des Schiffsunglücks für jeden Tag angegeben war - nach Angaben internationaler Organisationen etwa 28.000 in 10 Jahren. „10 Jahre Gleichgültigkeit“, war auf Transparenten zu lesen. <BR /><BR />Der Erzbischof der sizilianischen Stadt Agrigent, Alessandro Damiano, und der Imam von Catania, Kheit Abdelhafid, leiteten ein interreligiöses Gebet, gefolgt von der Verlesung der Namen der Schiffbrüchigen und den dem Liedes „La Cura“ des verstorbenen sizilianischen Liedermachers Franco Battiato, das Schüler gesungen haben. Lampedusa sei für Italien und das übrige Europa eine Lehre in Sachen Menschlichkeit, betonte der Bürgermeister Lampedusas Filippo Mannino.<BR /><BR />„2013 wurde Lampedusa zum Schauplatz einer der größten Katastrophen im Mittelmeer und angesichts der 368 Toten schienen nur 2 Worte zu gelten: Nie wieder“, sagte die italienische Oppositionschefin Elly Schlein. Sie forderte die Wiederaufnahme der EU-Mission „Mare Nostrum“ zur Rettung von Migranten im Mittelmeer.