Freitag, 28. Februar 2020

38 Waffen des österreichischen Bundesheers verschwunden

Beim österreichischen Bundesheer sind seit 2010 insgesamt 38 Waffen bzw. Waffenteile verschwunden. Auch zahlreiche Stück Munition gingen verlustig – und nur jeweils ein Teil davon ist wieder aufgetaucht. Das geht aus einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Grünen Abgeordneten David Stögmüller hervor.

Beim österreichischen Bundesheer – im Bild Rekruten auf dem Wiener Heldenplatz – sind Dutzende Waffen verschwunden.
Beim österreichischen Bundesheer – im Bild Rekruten auf dem Wiener Heldenplatz – sind Dutzende Waffen verschwunden. - Foto: © APA
Unter den fehlenden Waffen waren 11 Sturmgewehre und 7 Pistolen der Marke Glock. 5 der Gewehre und 3 der Pistolen konnten wieder gefunden werden. In insgesamt 7 Fällen handelte es sich um Diebstahl. Andere Ursachen waren laut der Anfragebeantwortung u.a. Verlust im Auslandseinsatz oder beim Übersetzen von Flüssen. In einigen Fällen konnte die Ursache nicht eruiert werden.

An Munition gingen mehr als 4.000 Stück verloren, wobei alleine ein einzelner Fall mit 4.000 Stück den Löwenanteil ausmachte. „Die Masse der abhandengekommenen Munition konnte nicht mehr sichergestellt werden“, heißt es in der Anfragebeantwortung.

Zu den Gründen für die Waffen- bzw. Munitionsverluste heißt es, diese hätten sich „vorwiegend aus Verletzung der Sorgfaltspflicht im Zuge von Transporten bei Übungen und Einsätzen unter erschwerten Bedingungen sowie zu Auslandseinsatzdestinationen“ ergeben. „Bei Diebstahl lagen die Motive in der Regel im finanziellen Anreiz und dienten zur Befriedigung von Spielsucht und Drogenkonsum der Täter.“

apa