Mittwoch, 18. Dezember 2019

500 Plätze in 16 Einrichtungen

Am Mittwoch hat Soziallandesrätin Waltraud Deeg die private Obdachloseneinrichtung in Bozen besucht. „Wir sind alle gefragt, tätig zu werden, wenn Menschen in Not sind und eine Unterkunft benötigen“, sagt die Landesrätin.

Landesrätin Deeg (vorne links) im Gespräch mit Paul Tschigg und Josef Haspinger.
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Landesrätin Deeg (vorne links) im Gespräch mit Paul Tschigg und Josef Haspinger. - Foto: © LPA / Hannes Wisthaler

Landesrätin Waltraud Deeg hat bei ihrem Besuch der neuen privaten Struktur für Obdachlose in der Bozner Carduccistraße auf die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Ebenen und Partnern hingewiesen. Gemeinsam mit der Direktorin des Landesamtes für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion Petra Frei sowie Josef Haspinger und Paul Tschigg von der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft hat die Landesrätin am Internationalen Tag der Migranten die Räumlichkeiten besichtigt, in denen seit dem 10. Dezember insgesamt 40 Personen einen Schlafplatz finden. „Diese Privatinitiative ist ein gelungenes Projekt, wenngleich die öffentliche Hand ebenfalls ihren Beitrag leisten muss, um jedem Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen“, betont die Landesrätin.

In Südtirol stehen rund 500 Plätze in 16 Einrichtungen in Bozen, Meran, Brixen und Bruneck zur Verfügung. Einige davon sind schutzbedürftigen Frauen vorbehalten, die meisten hingegen stehen allen Obdach Suchenden offen. Die Einrichtung und Führung dieser Strukturen und Dienste für die Aufnahme und Unterstützung fallen in den Bereich der Zuständigkeit der Gemeinden. Das Land unterstützt jedoch sowohl die Führung als auch Investitionen finanziell mit Beiträgen. „Außerdem leisten Sozialsprengel sowie weitere Dienste wie Tagesstätten, Essensausgaben, Beratungsstellen oder Streetworker wichtige Unterstützungsleistungen“, hebt Landesrätin Deeg hervor. Es sei wichtig, im Netzwerk zu arbeiten, um Menschen darin aufzufangen und zu stabilisieren. Generell ist es schwierig, genaue Daten zu erheben, da die Obdachlosigkeit auch in Südtirol von einer hohen Mobilität geprägt ist. Fest steht jedoch, dass vor allem aufgrund der Flüchtlingsproblematik die Anzahl der wohnungslosen Menschen angestiegen sei.

lpa/stol