Einen Tag vor der Wahl der Freiheitlichen Ulli Mair zur ersten deutschsprachigen Landesrätin, die nicht der SVP angehört, sorgen die Blauen bei der Volkspartei für gehörig Kopfzerbrechen. „Ich habe Obmann Philipp Achammer mitgeteilt, dass wir aus unseren Reihen Florian von Ach als Mitglied für die 6er-Kommission vorschlagen werden“, bestätigt Otto Mahlknecht. „Als promovierter Jurist hat er nämlich alle Voraussetzungen dafür.“ Nach dem Regierungsprogramm und der Einforderung wichtiger Kompetenzen in der Landesregierung haben die Freiheitlichen der SVP nun bereits zum dritten Mal mehr als deutlich gemacht, dass man alles andere als nur der Juniorpartner sein will.<BR /><BR /><embed id="dtext86-63189986_quote" /><BR /><BR />„Die SVP muss endlich einsehen, dass die Zeit der Alleinherrschaft vorbei ist“, so Mahlknecht. In der 6er-Kommission werde ja nicht nur für die Volkspartei, sondern für alle Südtiroler gearbeitet. „Auch die Tatsache, dass im Landtag inzwischen mehr Abgeordnete der deutschen und ladinischen Sprachgruppe sitzen, die nicht der SVP angehören, muss man bei der Volkspartei wohl erst noch zur Kenntnis nehmen“, so Mahlknecht. <h3> Bereits 3 Anwärter aus SVP-Reihen</h3>Damit ist die Besetzung der deutschsprachigen Vertreter in der 6er-Kommission für die SVP noch einmal schwieriger geworden. Wie berichtet, stehen bei der SVP mit Meinhard Durnwalder, Manfred Schullian und Dieter Steger ja bereits 3 Namen auf dem Zettel. <BR /><BR />Vor 5 Jahren war Schullian vom Regionalrat für die 6er-Kommission nominiert worden, Durnwalder zusammen mit Carlo Vettori (Forza Italia) damals vom Landtag. Der Sitz für den Italiener ist diesmal bereits Angelo Gennaccaro (La Civica) für dessen Rückzug bei der Vergabe der Posten in der Landesregierung versprochen. Wer von SVP-Seite ins Rennen geschickt wird, soll am Montag im Parteiausschuss entschieden werden. <BR /><BR /><embed id="dtext86-63190360_quote" /><BR /><BR />„Wir werden uns alle daran gewöhnen müssen, dass solche Fragen koalitionsintern diskutiert werden und nicht öffentlich“, blockt Achammer ab. Abgesehen davon müssten Nominierungen in einer Koalition den Größenverhältnissen der Parteien entsprechen. Ein 50:50-Verhältnis bei 2 Nominierungen sei in diesem Falle deshalb sicher nicht gerechtfertigt, lässt der SVP-Obmann lapidar wissen. <BR /><BR />Auf Seiten der Freiheitlichen will man sich aber so schnell nicht geschlagen geben. „Die SVP will ja am Montag entscheiden, wen sie für die 6er-Kommission nominiert. Bis dahin werden wir sicher mit Obmann Achammer eine Einigung finden“, ist Mahlknecht überzeugt.