Donnerstag, 13. Juni 2019

70 Jahre FUEN gefeiert

Der Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) ist am Donnerstagnachmittag auf Schloss Pezinok in der Nähe der slowakischen Hauptstadt Pozsony/Preßburg/Bratislava eröffnet worden. Bei der Veranstaltung wird Rückschau auf 70 Jahre FUEN gehalten; 4 noch lebende frühere Präsidenten lassen mit dem amtierenden Präsidenten Lorant Vincze (Ungar aus Rumänien) Erfolge und Misserfolge der FUEN Revue passieren. Es wird aber auch Ausschau gehalten auf die Zukunft.

FUEN-Präsident Lorant Vincze bei seiner Ansprache auf Schloss Pezinok. - Foto: sch
Badge Local
FUEN-Präsident Lorant Vincze bei seiner Ansprache auf Schloss Pezinok. - Foto: sch

Beim Kongress wurde erstmals der neu geschaffene FUEN-Preis vergeben, der künftig an Persönlichkeiten vergeben werden soll, die sich besonders um die Vermittlung zwischen nationalen Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft verdient gemacht haben. Der Preis wurde an Hartmut Koschyk vergeben, den früheren Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. „Minderheitenpolitik ist Friedenspolitik“ sagte Koschyk in seiner Dankesrede.

Am Freitag werden die beiden Co-Veranstalter des FUEN-Kongresses, die ungarische und die karpatendeutsche Minderheit, ihre Gemeinschaften und deren Probleme vorstellen. Daran anschließen wird sich eine Diskussion über das aktuelle Geschehen in der Ukraine, wo der heurige Kongress eigentlich hätte stattfinden sollen. Er musste aber aus politischen Problemen und Sicherheitserwägungen nach Preßburg verlegt werden.

Am Samstag findet die Delegiertenversammlung mit der Neuwahl des Präsidiums statt. Einziger Kandidat für das Präsidentenamt ist Amtsinhaber Lorant Vincze. Für die 6 Posten als Vizepräsidenten gibt es 9 Bewerber. Einer von ihnen ist der amtierende Vizepräsident Daniel Alfreider (SVP).

stol/sch

Lesen Sie mehr über den FUEN-Kongress in der Freitagausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol