Bozen, Trient und Verona verwalten derzeit durch Beteiligungen an der A22-AG die Autobahn. Würde die Konzession in der EU ausgeschrieben und an einen neuen Konzessionär vergeben, würden die Regionen entlang der Autobahn ihren Einfluss auf die Entwicklung der Brennerautobahn verlieren.Auf Betreiben von Mauro Fabris, von der römischen Regierung ernannter Kommissar für den Ausbau der Brennerachse, haben sich die Landeshauptleute Luis Durnwalder und Lorenzo Dellai sowie Amtskollege Giovanni Miozzi (Provinz Verona) deshalb am Mittwoch in Rom mit Alberto Giorgetti, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, sowie Vertretern des Infrastruktur-Ministeriums getroffen. Dellai, Durnwalder und Miozzi suchen nach Alternativen zur Ausschreibung der Konzession und versuchen in Rom, aber auch in Brüssel, politischen Druck auszuüben. So solle eine Ausschreibung rechtlich abgeklärt werden, kündigten die Vertreter der drei Provinzen am Mittwoch an. "Der nächste Schritt besteht darin, die heute aufgeworfenen Optionen mit Brüssel abzuklären", so Landeshauptmann Durnwalder nach dem Treffen, bei dem es um das Finden einer möglichst optimalen Lösung für die Länder gegangen ist.