Die Regierung Monti hat im sogenannten „Milleproroghe“-Dekret, das am Freitag verabschiedet wurde, beschlossen, dass die Ausschreibung um ein Jahr verschoben wird, wenn die Aktionäre dafür eine Gebühr von 140 Millionen Euro zahlen. „Die Verschiebung ist an diese Bedingung geknüpft“, so Walter Pardatscher am Samstag gegenüber STOL. Der A22-Präsident nannte diese Auflage "äußerst hoch". Beim Beschluss der Regierung gehe es auch um die Übernahme von Verpflichtungen von Einsparungen beim Stabilitätspakt, so Pardatscher.Über die Forderung der Regierung müssten jetzt die Aktionäre entscheiden, so Pardatscher. Entscheiden sie sich gegen die Zahlung der 140 Millionen Euro, gebe es keinen Aufschub. Das Land Südtirol und die Provinz Trient drängen auf einen Aufschub der Ausschreibung, um die Wettbewerbsbedingungen zu ändern. Beide wollen vor allem bei der Querfinanzierung des Brennerbasistunnels und bei den Umweltschutzauflagen Änderungen erreichen, nicht zuletzt, um die Chancen der Brennerautobahn AG - die beiden Provinzen sind Hauptaktionäre - bei der Ausschreibung zu erhöhen.Die Konzession für die Brennerautobahn läuft im April 2014 aus und soll von der ANAS neu vergeben werden. An der Ausschreibung können sich Unternehmen aus der gesamten EU beteiligen.stol