Gemeinsam mit Minister Delrio und den weiteren zwölf öffentlichen Gesellschaftern haben die Landeshauptleute Kompatscher und Rossi am Donnerstag in Rom das diesbezügliche Einvernehmensprotokoll unterzeichnet."Jahrelang haben wir verhandelt und nach Lösungen gesucht, damit die für uns äußerst wichtige Verkehrsader öffentlich und unter Beachtung der lokalen Anforderungen und Bedürfnisse geführt werden kann. Die Unterzeichnung ist das sichtbare und nachhaltige Ergebnis dieser Bemühungen", betonten nach der Unterzeichnung die Landeshauptleute Arno Kompatscher und Ugo Rossi."Mit dieser Unterschrift haben wir die Voraussetzungen geschaffen, damit die Brennerautobahn auch in den kommenden Jahrzehnten öffentlich und lokal verwaltet werden kann", so die beiden Landeshauptleute. Dies ermögliche es, Mobilitätspolitik zu gestalten und dabei den lokalen Bedürfnissen, der Umwelt und den Anliegen der Bevölkerung bestmöglich Rechnung zu tragen.In-House-Gesellschaft übernimmt FührungDie Kerninhalte der Vereinbarung sind mittlerweile bekannt: Demnach überträgt das Ministerium für Transport und Infrastruktur die Konzession zur Führung der Brennerautobahn einer In-House-Gesellschaft mit rein öffentlicher Beteiligung. Die Konzession soll über einen Zeitraum von 30 Jahren, also bis zum Jahre 2045, zugewiesen werden.Die Gesellschaft hat dafür Konzessionsgebühren von 1,4 Milliarden Euro – als 45 Millionen Euro jährlich - zu bezahlen. Die Vereinbarung macht die angepeilte Querfinanzierung Autobahn-Eisenbahn möglich: Neben der Bereitstellung der 550 Millionen Euro, welche die bisherige Brennerautobahn-AG für die Finanzierung des Brennerbasistunnels sowie der Zulaufstrecken zurückgelegt hat, beinhaltet sie ein umfassendes Investitionsprogramm für die Brennerachse von geschätzten 3,5 Milliarden Euro zur Modernisierung und Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur.stol/lpa