Die Landeshauptleute Luis Durnwalder und Lorenzo Dellai haben die Spitze der Brennerautobahn AG und die öffentlichen Partner in der Gesellschaft eingeladen, um die Optionen, die offen stehen, zu diskutieren. Die Provinzen Bozen und Trient halten die Mehrheit an der Aktiengesellschaft.Durnwalder unterstrich, dass die Konkurrenz um die Konzession groß sein werde und sich wohl auch Interessenten aus dem Ausland in Stellung bringen."Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass der Staat ein Interesse daran hat, dass die Autobahn-Konzession ins Ausland geht, denn damit gehen auch Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen und eine Menge Know how verloren", so der Landeshauptmann.Am Dienstag ging es allerdings um die Klärung der grundsätzlichen Linie der Brennerautobahn AG in Sachen Ausschreibung. Da die Ausschreibung fehlerhaft sein soll, könnte sie auch angefochten werden. "Wir haben die Juristen der Brennerautobahn AG damit beauftragt, die Chancen und Nutzen einer solchen Anfechtung auszuloten", so Durnwalder nach dem Treffen. Alleine oder mit Partnern?Zu klären ist aber auch die Frage, ob die Brennerautobahn AG alleine antritt, oder ob sie sich einen Partner sucht. Diese Frage muss spätestens bis zum 28. Oktober beantwortet werden, da an diesem Tag die Frist verfällt, innerhalb derer alle Unternehmen, die an der Ausschreibung teilnehmen wollen, ihr Interesse offiziell hinterlegen müssen. "Wir haben den Vorteil, dass die Brennerautobahn AG auch allein alle Voraussetzungen erfüllt, um sich an der Ausschreibung zu beteiligen", so Durnwalder. Ein Partner sei deshalb nicht unbedingt nötig, trotzdem werde man das Terrain sondieren, um eventuell strategische Partner ins Boot zu holen.