Dienstag, 22. Juni 2021

Ab 1. Juli: Europäischer Green Pass ersetzt den Coronapass Südtirol

Sobald der europäische Green Pass am 1. Juli in Kraft tritt, wird der Coronapass Südtirol von diesem automatisch ersetzt. Das erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung am Dienstag.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte den Übergang vom Coronapass Südtirol zum europäischen Green Pass.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte den Übergang vom Coronapass Südtirol zum europäischen Green Pass. - Foto: © Screenshot
Es mache mittel- und langfristig keinen Sinn, sowohl den Coronapass Südtirol als auch den europäischen Green Pass zu haben, erklärte Kompatscher. Das würde die Bürgerinnen und Bürger lediglich verwirren.

„Sobald das europäische System läuft, werden wir unseren Pass in jenen der EU einlaufen lassen. Das passiert automatisch, der Bürger muss nicht selbst aktiv werden“, betonte der Landeshauptmann.

Seit 6. Mai erhalten Getestete, Genesene und Geimpfte den Coronapass Südtirol. Ab 1. Juli wird dann der europäische Green Pass aktiv. „Bis dahin haben wir noch beide Systeme“, so Kompatscher. Auch die gedruckten Zertifikate des Südtiroler Sanitätsbetriebes behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Die Bürger, die bereits den Coronapass besitzen, werden per Mail oder SMS verständigt, dass sie den Green Pass herunterladen können.

„Das kann bis 28. oder auch 29. Juni geschehen. Wer also noch nicht benachrichtigt wurde, muss nicht verzagen“, betonte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann.

Auch der Green Pass habe einen QR-Code, der dann in der gesamten EU gültig sei – wobei die einzelnen Länder die Möglichkeit haben, die damit verbundenen Lockerungen individuell anzupassen.

Der Green Pass sei allerdings nicht für Nasenflügeltests vorgesehen, da diese nicht überall anerkannt werden. Lediglich PCR- oder Antigentests fließen hier ein – für 48 Stunden.

Anschließend stellte Landesrat Widmann die aktuellen Impfzahlen vor.


Man wolle nun schneller die zweite Dosis verimpfen, auch, weil der Zufluss zu den Impfzentren mittlerweile etwas nachgelassen habe.

„Wir wollen die gesamte Immunität so weit als möglich beschleunigen, vor allem angesichts der Bedrohung durch die Delta-Variante, die, wie wir gesehen haben, schnell die Überhand nehmen kann und der Druck auf die Krankenhäuser schnell wieder steigen kann“, so Widmann.

Man wolle das gesetzte Ziel erreichen, mindestens 60 Prozent der Bevölkerung durchzuimpfen, auch mit Impfveranstaltungen in mehreren Gemeinden Südtirols.

liz