Mittwoch, 07. Oktober 2020

Ab Donnerstag gilt in Italien die Maskenpflicht im Freien – und in Südtirol?

Seit dem heutigen Donnerstag gilt in Italien erneut die Maskenpflicht im Freien. Was das konkret auch für uns Südtiroler bedeutet, erfahren Sie hier.

Die Einhaltung der Maskenpflicht im Freien soll streng kontrolliert werden.
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Die Einhaltung der Maskenpflicht im Freien soll streng kontrolliert werden. - Foto: © ANSA / MAURIZIO BRAMBATTI BT
Wie berichtet, musste der Abschluss das neue Dekrets zu den verschärften Sicherheitsmaßnahmen um eine Woche verschoben werden.

Das bisher geltende Dekret wurde am Mittwoch deshalb für diesen Zeitraum verlängert. Mit einem Zusatz allerdings, der ab dem heutigen Donnerstag in Kraft tritt: Die Maskenpflicht im Freien.

Den Mund-Nasen-Schutz muss man nun also auch im Freien IMMER tragen, unabhängig vom Abstand zu anderen Menschen. Nur wenn man sich an Orten bewegt, wo es ausgeschlossen ist, jemandem zu begegnen oder wenn man sich mit Menschen, mit denen man zusammenlebt, an einem isolierten Ort aufhält, gilt die Maskenpflicht im Freien nicht.

Auch bei sportlichen Aktivitäten oder beim Radfahren muss man die Maske nicht tragen. Mit sich führen muss man sie natürlich, wie bisher auch in diesen Fällen, immer.

Bei Nichteinhaltung dieser Pflicht drohen saftige Strafen von 400 bis 1000 Euro, die Einhaltung soll streng kontrolliert werden.

Maskenpflicht wird auch in Innenräumen verschärft

Und auch im Innenraum wird die Maskenpflicht in Italien strenger: Bei der Arbeit in geschlossenen Räumen muss die Maske immer getragen werden, wenn mehrere Menschen anwesend sind. Nur wenn man alleine in einem Büro sitzt oder man sich mit Personen aus dem selben Haushalt im Raum befindet, darf man die Maske weglassen.

In Restaurants trägt man die Maske immer dann, wenn man nicht am Tisch sitzt, in Bars und Lokalen immer, wenn man nicht gerade mit Essen und Trinken beschäftigt ist. Dort ist dann ein Meter Abstand zu anderen Personen einzuhalten.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter 6 Jahren und Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die das Tragen der Maske unmöglich machen.

Und wie ist die Gesetzeslage nun in Südtirol?

Eines zur Klarheit vorweg: Was auch immer Rom in Sachen Maskenpflicht im Freien dekretiert, Südtirol muss nicht 1:1 nachbeten. Das Landesgesetz von Mai wurde nicht angefochten, ist also in Kraft und ermöglicht einen autonomen Weg.

„Aus heutiger Sicht bleiben wir derzeit bei unseren bestehenden Regeln, behalten uns aber mittelfristig Anpassungen vor“, so Landehauptmann Arno Kompatscher gegenüber dem Tagblatt „Dolomiten“.

Zu diesen könnte auch eine Rückkehr zur Maskenpflicht unter 2 Metern Abstand zählen. „Einfach deshalb, weil die Menschen den einen Meter oft unterschätzen“, so der Landeshauptmann. Denn: Südtirol hat seine Infektionszahlen noch im Griff. Fakt ist aber, dass sie auch hierzulande steigen. So wurden am Mittwoch 55 Neuinfektionen bei 1642 Abstrichen festgestellt.

Allerdings wurde in Rom am Mittwoch auch festgelegt, dass die Regionen bei der neu festgelegten Maskenpflicht kaum Handlungsspielraum haben. Sie dürfen zwar schärfere Vorschriften als jene der Regierung erlassen, nicht aber weniger strenge.

vs