Mittwoch, 19. Juni 2019

Ab Herbst müssen alle Hunde zum DNA-Test

Kleinvieh macht auch Mist, Südtirols 40.000 Hunde stolze 12 Tonnen pro Tag.

Südtirols 40.000 Hunde müssen im Herbst zum Tierarzt, um sich einem DNA-Test zu unterziehen.
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Südtirols 40.000 Hunde müssen im Herbst zum Tierarzt, um sich einem DNA-Test zu unterziehen. - Foto: © shutterstock

Mit einem Artikel im Omnibusgesetz, das aller Voraussicht ab Herbst in Kraft tritt, wird das Melderegister für Heimtiere neu ausgerichtet. Vorgesehen ist eine Eintragung des genetischen Profils von Hunden bis 1. Jänner  2021 durch den Hundebesitzer. Die Kosten dafür  – rund 20 bis 25 Euro –  muss  das Herrchen tragen. „Das ist doch logisch“, sagt der zuständige Landesrat Arnold Schuler.

Er führt auch die Gründe aus, die zu diesem anstehenden Hunde-Gentest geführt haben. „Erstens wird der Hundekot immer mehr zum Problem, in den Städten und Siedlungsgebieten genauso wie im ländlichen Bereich. Denn leider Gottes wird das ,Sackl‘ mit dem Hundekot sogar in den Garten anderer geschmissen“, sagt Schuler. Und wer ist künftig der Trümmerl-Kommissar? „Jeder Stadt- oder Ortspolizist, die Forstbehörde und alle anderen Sicherheitsbehörden. Landet ein Säckchen mit Hundekot im Garten, kann dies einer Ordnungskraft gemeldet werden. Ich erhoffe mir, dass die DNA-Probe für Hundehalter abschreckend ist, Hundekot einfach liegen zu lassen. Denn wer weiß, dass man ihm auf die Schliche kommt, der hört hoffentlich damit auf“, sagt Schuler.

Zweitens seien anhand des Gen-Tests Hunde rückverfolgbar, die Wild gerissen oder Menschen gebissen haben. „So kann man Hund und Hundehalter leicht ausforschen“, sagt Schuler. Zudem diene die Eintragung auch zum Schutz der Tiere bei Verlust oder Raub.

Vereinfacht wird mit dem Entwurf zum Omnibusgesetz die Prozedur für Strafen für streunende Hunde. Zudem werden die bisherigen Strafen für Streuner von derzeit bis zu 1048 Euro auf maximal 500 Euro gesenkt. „Wir wollen hier die Feststellung des Vergehens sehr vereinfachen“, so Schuler.

D/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol