Dienstag, 10. November 2020

Ab Montag Schulen für eine Woche zu - Antigen-Tests für 350.000 Südtiroler

Nachdem die Landesregierung am Sonntag ganz Südtirol zur roten Zone erklärt hat, hat sie am Dienstag weitere Verschärfungen beschlossen. Diese wurden auf einer Pressekonferenz um 17 Uhr vorgestellt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher stellte am Dienstagabend die neuen Beschlüsse der Landesregierung vor.
Am Dienstagvormittag traf sich Landeshauptmann Arno Kompatscher mit den Sozialpartnern aus den wirtschaftlichen und sozialen Bereichen, um die neuen Maßnahmen zu besprechen.

Bereits gegen Mittag waren einige der wichtigsten Fakten durchgesickert: So bleiben ab kommenden Montag alle Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten eine Woche lang geschlossen.

Die Oberschulen sowie die zweiten und dritten Klassen der Mittelschulen befinden sich bereits im Fernunterricht. Ab Montag gilt dies für eine Woche auch für Grundschulen und die erste Mittelschule.

Für die Grundschüler, die kommende Woche zu Hause bleiben müssen, soll ein Arbeitspaket geschnürt werden, das sie in diesen Tagen abarbeiten können.

Ausnahme: Kinder von Eltern in systemrelevanten Diensten

Aufrecht hingegen bleiben die Kinderbetreuung sowie der Präsenzunterricht an Schulen für all jene Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Diensten tätig sind.

Dazu zählen aber die sozio-sanitären Dienste wie Ärzte, Pfleger und Lehrer, die selbst unterrichten. Betroffen sind 5 bis maximal 10 Prozent der Kinder.

Dienstleistung: Kontakt mit Kunden verringern

In der Produktion sollen die Lieferketten aufrecht gehalten werden, Mensen werden aber eingeschränkt.

An Baustellen sollen dringliche Arbeiten zu Ende geführt werden können. Dienstleistungen ohne Kundenkontakt sollen möglich bleiben.

Die Verordnung tritt am Samstag in Kraft und bleibt 2 Wochen – bis 28. November – in Kraft.

„Damit wollen wir allen Zeit geben, sich auf die neuen Maßnahmen einstellen und vorbereiten zu können“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher auf der Pressekonferenz.

Flächendeckende Tests ab Freitag, 20. November

Bereits kommendes Wochenende, nämlich von Freitag, 20. November bis Sonntag 22. November, werden flächendeckende, landesweite Tests von bis zu 67 Prozent der Bevölkerung bzw. rund 350.000 Personen auf freiwilliger Basis durchgeführt werden.

„In der Slowakei wurde bereits der ganze Staat flächendeckend getestet, und auch wir in Südtirol haben bereits in Welsberg-Taisten und in Sexten flächendeckend getestet und so die Lage in kürzester Zeit in Griff bekommen“, so Kompatscher.

Man könne folglich auf genügend Erfahrung zurückgreifen, auch stünden genügend Antigen-Tests zur Verfügung, um das Vorhaben mit Hilfe der Gemeinden, Sanität, Rotes Kreuz und Feuerwehren durchzuführen.



„Sobald alle positiv Getesteten in Quarantäne gestellt wurden, konnte in den beiden Gemeinden das normale Leben wieder hochgefahren werden“, berichtet Kompatscher.

Dies erhoffe man sich nun auch von den Tests am kommenden Wochenende: „Das Ziel ist es, durch die Tests eine neue Verordnung zu vermeiden, die Infektionsherde einzugrenzen und somit nach dem 28. November wieder öffnen zu können. Wir müssen von rot auf gelb kommen.“

bv/liz

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