<BR />Der 4. Oktober gilt bisher als „zivile Feierlichkeit“, jedoch ohne gesetzliche Regelung. Sollte das Gesetz endgültig verabschiedet werden, würde der Tag offiziell in den Kalender der gesetzlichen Feiertage aufgenommen – ähnlich wie etwa Mariä Himmelfahrt. <BR /><BR />Damit wären arbeitsfreie Zeiten verbindlich geregelt. „Ein nationaler Feiertag soll ein Zeichen sein – für Frieden, Zusammenhalt und die spirituelle und religiöse Lehre des Heiligen“, erklärte Maurizio Lupi, Chef der Partei „Noi Moderati“, die den Gesetzentwurf aktiv unterstützt hat.<h3>4. Oktober war 1977 aus Liste der gesetzlichen Feiertage gestrichen worden</h3>Der 4. Oktober war 1977 zusammen mit weiteren kirchlichen Festen aus der Liste der gesetzlichen Feiertage gestrichen worden, um die nach der Ölkrise und infolge hoher Inflation notleidende italienische Wirtschaft anzukurbeln. Auch der Dreikönigstag, Fronleichnam und Christi Himmelfahrt wurden damals als Feiertage abgeschafft.<BR /><BR />Bis dahin hatte Italien mehr gesetzliche Feiertage als die meisten europäischen Länder. Derzeit liegt das Land mit zwölf gesetzlichen Feiertagen im internationalen Mittelfeld. Österreich hat mehr Feiertage, ebenso einige katholisch geprägte Länder wie Polen und Portugal.<BR /><BR />Der Wiedereinführung des gesetzlichen Feiertags müssen beide Kammern des italienischen Parlaments zustimmen. Als Todesdatum des Heiligen gilt der 3. Oktober, der kirchliche Gedenktag ist jedoch am Tag danach. Ausgerechnet im Franziskus-Jubiläumsjahr 2026 fällt der 4. Oktober allerdings auf einen Sonntag.<BR /><BR />Franz von Assisi, Sohn eines reichen Kaufmanns aus Umbrien, gilt als einer der bekanntesten und einflussreichsten Heiligen der katholischen Kirche. Seine Lebensweise der radikalen Armut inspirierte eine spirituelle Bewegung, aus der im Laufe der Jahrhunderte mehrere Orden wie die Franziskaner, die Minoriten, die Klarissen oder die Kapuziner hervorgingen. <BR /><BR />Der verstorbene Papst Franziskus hatte sich mit seiner Namenswahl, obwohl als Jesuit selbst nicht der franziskanischen Bewegung angehörend, ebenfalls in diese Tradition gestellt.