Konkret geht es darum, ob 26 Öl-Förderplattformen in der Adria bleiben können, die in der Nähe der Küsten aufgestellt sind - und zwar innerhalb der 12-Meilen-Zone. Für 9 Anlagen sind die Konzessionen ausgelaufen oder laufen demnächst aus, die anderen müssten bis 2027 ihren Betrieb einstellen.Mit dem Dekret "Sblocca Italia" hat die Regierung diese Betriebserlaubnis verlängert (STOL hat berichtet). Sprich: Die Konzerne können so lange Öl und Gas aus dem Meer pumpen, bis die Quellen versiegen.Durch das Referendum soll diese Entscheidung gekippt, die Ölbohrungen sukzessive abgeschafft und nicht verlängert oder gar ausgeweitet werden. Die VolksabstimmungsfrageDie genaue Frage lautet: "Sind Sie für die Abschaffung von Art. 6, Abs. 17, dritter Satz, des gesetzesvertretenden Dekret Nr. 152 vom 3. April 2006, "Umweltvorschriften", in der von Abs. 239 des Art. 1 von Gesetz Nr. 208 vom 28. Dezember 2015 über die "Bestimmungen für die Aufstellung des jährlichen und mehrjährigen Staatshaushaltes (Stabilitätsgesetz 2016)" ersetzten Fassung, beschränkt auf folgende Worte: "für die gesamte Nutzungsdauer der Lagerstätte, unter Einhaltung der Sicherheits- und Umweltschutzstandards"? Wer mit Ja stimmt, spricht sich gegen das Dekret und somit gegen erweiterte Ölbohrungen und -förderungen aus. Infos zur Wahl und AuszählungDamit das Referendum gültig ist, muss das Quorum von 50 Prozent erreicht werden. Wahlberechtigt sind alle italienischen Staatsbürger, die in die Wählerlisten eingetragen sind und am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Stimmenauszählung beginnt am Sonntag um 23 Uhr nach Abschluss der Abstimmung und Feststellung der Anzahl der Wähler. Die Daten über die Auszählung werden in Echtzeit auf den Internetseiten des Innenministeriums („Eligendo – Il portale delle elezioni“) und des Regierungskommissariats für die Provinz Bozen („Aufhebender Volksentscheid – 17. April 2016“) veröffentlicht.stol